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Falsche Vaterschaft via Facebook verbreitet

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Persönlichkeitsrecht verletzt  

Dem falschen Mann die Vaterschaft unterstellt

07.11.2016, 10:00 Uhr | dpa-tmn

Falsche Vaterschaft via Facebook verbreitet. Auf Facebook anzugeben, ein Mann sei der Vater des Kindes, bedarf eines Beweises. (Quelle: imago/Westend61)

In sozialen Medien anzugeben, ein Mann sei der Vater des Kindes, bedarf eines Beweises. (Quelle: imago/Westend61)

Die Vaterschaft eines Kindes darf nicht einfach behauptet werden. Schon gar nicht öffentlich via Facebook mit Bild des angeblichen Vaters.

Eine Frau darf einen Mann öffentlich nicht als Vater ihres Kindes bezeichnen, ohne dies auch beweisen zu können. Anderenfalls verletzt sie seine Persönlichkeitsrechte. Das hat das Amtsgericht München entschieden (Az.: 161 C 31397/15), wie die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins mitteilt.

Vaterschaft bestritten

Im verhandelten Fall hatte ein Mann in einem Hotel in München gewohnt und in dieser Zeit Kontakt zu einer Frau, die etwas später Mutter einer Tochter wurde. Sie behauptete über soziale Netzwerke, der Mann sei der Vater des Kindes, und verbreitete Bilder des angeblichen Vaters. Dieser bestritt die Vaterschaft jedoch und zog vor Gericht.

Die Frau muss ihre Äußerung widerrufen beziehungsweise löschen und unterlassen, entschied das Gericht. Außerdem dürfe sie keine Fotos des Mannes mehr posten. Die Behauptung, er sei Vater ihrer Tochter, sei kein Werturteil, sondern eine Tatsachenbehauptung, erläuterten die Richter. Bei Tatsachenbehauptungen sei aber der Wahrheitsgehalt zu prüfen. Die Frau habe diesen Beweis jedoch nicht erbracht.

Darüber hinaus dürfen Fotos nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet werden. Die Frau habe das Recht des Mannes am eigenen Bild und auf informationelle Selbstbestimmung verletzt.

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