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Bericht: Frauen arbeiten mehr und verdienen weniger

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Traurige Realität  

Frauen arbeiten mehr – für weniger Geld

28.09.2017, 12:46 Uhr | ali/ck, dpa, AFP, AM

Bericht: Frauen arbeiten mehr und verdienen weniger. Frauen arbeiten mehr – für weniger Geld (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Poike)

Frustrierend: Frauen und Männern haben in Deutschland immer noch "ungleiche Verwirklichungschancen" – das weibliche Geschlecht arbeitet mehr, verdient dabei weniger. (Quelle: Poike/Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Sie keine Frau sind, können Sie sich jetzt freuen, denn: Frauen arbeiten oft mehr und verdienen trotzdem weniger als Männer. Das ist das Ergebnis des Zweiten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung.

"Bei der Verteilung von Belastungen und Chancen zwischen den Geschlechtern geht es in unserer Gesellschaft immer noch ungerecht zu", erklärte Bundesfrauenministerin Katarina Barley (SPD). Bei der Gleichstellung habe sich zwar viel verbessert, "aber wir sind längst noch nicht am Ziel".

Immer noch ungleiche Chancen für Frauen und Männer

Laut der Einschätzung der Sachverständigenkommission, die für den Zweiten Gleichstellungsbericht ein Gutachten anfertigt hat, haben Frauen und Männer in Deutschland immer noch "ungleiche Verwirklichungschancen". Auch die bezahlte und unbezahlte Arbeit sei weiterhin ungleich verteilt. Demnach bringen Frauen deutlich mehr Zeit für unbezahlte Tätigkeiten im Haushalt und für die Familie auf als Männer, nämlich im Durchschnitt 87 Minuten täglich.

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Frauen sind zunehmend "Brotverdiener"

Gleichzeitig steuern Frauen in Deutschland anteilig immer mehr zum Haushaltseinkommen von Paaren bei. Sowohl bei kinderlosen Frauen als auch bei Müttern ist der prozentuale Anteil in den vergangenen 15 Jahren klar gestiegen, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung herausfand.

Trugen Frauen in Partnerschaften im Jahr 1998 noch rund ein Viertel zum gemeinsamen Haushaltseinkommen bei, war es 2013 schon über ein Drittel. Die Gründe für den Anstieg sieht das Institut in einer allgemein höheren Erwerbstätigenquote sowie einer verbesserten beruflichen Qualifikation bei Frauen.

Auffällig ist, dass der Einkommensbeitrag von kinderlosen Frauen (von 30 auf 37 Prozent) nicht signifikant stärker angestiegen ist als der von Frauen mit drei oder mehr Kindern (von 16 auf 22 Prozent).

"Gender Care Gap" liegt bei über 52 Prozent

Dennoch erzielten Frauen – sowohl pro Stunde als auch im Verlauf ihres Lebens – weniger Lohn als Männer. Um diese Schieflage messbar zu machen, entwickelte die Gleichstellungskommission eine neue Kennzahl, den "Gender Care Gap". Dieser liegt dem Bericht zufolge derzeit bei 52,4 Prozent. Das bedeutet konkret, dass Frauen "gut anderthalbmal so viel Zeit für Care-Arbeit" aufwenden wie Männer.

Die Sachverständigen empfehlen deshalb, die notwendigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass bezahlte und unbezahlte Arbeit in Familie und Gesellschaft gerecht zwischen Frauen und Männern verteilt wird. Wichtige Schritte bei der Verbesserung der Gleichstellung sind der Bundesregierung zufolge etwa die Aufwertung sozialer Berufe und die "Schaffung weiterer Spielräume zugunsten von Familien für mehr Zeitsouveränität".

Der Zweite Gleichstellungsbericht setzt sich aus dem Gutachten der Sachverständigenkommission und der Stellungnahme der Bundesregierung zusammen. Der Erste Gleichstellungsbericht war 2011 vorgelegt worden.

Umfrage: Jede zweite Frau ist mit Gehalt unzufrieden

Jede zweite Frau in Deutschland ist mit ihrem Gehalt unzufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos im Auftrag der Zeitschrift "Brigitte". Von den befragten Männern wünschen sich nur 38 Prozent einen höheren Lohn. Auch bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sehen Frauen Verbesserungsbedarf.

60 Prozent fordern eine höhere finanzielle Unterstützung der Kindererziehung. "Gerade Frauen erleben, dass sie keine Wertschätzung erfahren, obwohl die gesellschaftlichen und beruflichen Erwartungen an sie hoch sind", sagt Christiane Funken von der Technischen Universität Berlin, die an der Auswertung der Ergebnisse beteiligt war. Für die Studie wurden 2002 Frauen und Männer zwischen 18 und 69 Jahren in ganz Deutschland befragt.

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