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Frühförderung: Schlechte Noten für Bildung im Kindergarten

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Frühförderung  

Schlechte Noten für Bildung im Kindergarten

03.02.2010, 15:15 Uhr | dpa

Frühförderung: Schlechte Noten für Bildung im Kindergarten. Kleines Mädchen im Kindergarten.

Deutsche Kindergärten bereiten Kinder nur unzureichend auf die Schule vor. (Bild: imago)

Kindergarten-Kinder in Deutschland werden einer Studie zufolge wegen Personalmangels nicht gut genug auf die Schule vorbereitet. Kein Bundesland erreiche den von der Stiftung empfohlenen Personalschlüssel von rechnerisch einem Betreuer für 7,5 Kinder, heißt es in der Studie der Bertelsmann Stiftung. An der Spitze steht Bremen. Hier kommen auf eine Erzieherin rechnerisch acht Kinder. Das Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit 1 zu 13,4.

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Betreuungssituation im Osten ungünstiger

"Der Personalschlüssel ist das wichtigste Kriterium für die Bildungsqualität in Kindertageseinrichtungen", sagte Vorstandsmitglied Jörg Dräger. In Ostdeutschland ist die Betreuungsrelation deutlich ungünstiger als im Westen. Die Mehrheit der Kinder (62,5 Prozent) in einer Kindergartengruppe in den neuen Bundesländern wird mit einem Personalschlüssel von durchschnittlich 1 zu 12,4 betreut. Demgegenüber haben fast 59 Prozent der Kinder dieser Altersgruppe in Westdeutschland einen Personalschlüssel von durchschnittlich 1 zu 9,2.

Personalausbau dringend notwendig

"Nur wenn genügend Erzieherinnen in den Kitas sind, können Kinder tatsächlich individuell gefördert werden", betonte Dräger. "Die fehlenden Personalressourcen in den Kitas müssen dringend ausgebaut werden, wenn Kinder gebildet und nicht nur beaufsichtigt werden sollen." Vor dem Hintergrund des wachsenden Mangels an Erzieherinnen müssten die Ausbildungskapazitäten erhöht und die Arbeitsbedingungen verbessert werden, forderte die Stiftung. Nur dann bleibe der Beruf für junge Menschen attraktiv. 

Alle Länder im Überblick

Die Studie beruht auf einer Sonderauswertung des Länderreports Frühkindliche Bildungssysteme für die Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt. Grundlage sind Daten der statistischen Ämter des Bundes und der Länder aus der Kinder- und Jugendhilfestatistik des Jahres 2008. So sieht es in den einzelnen Bundesländern aus:

1.) Bremen: 1 Erzieher/in für 8 Kinder
2.) Rheinland-Pfalz: 1 zu 8,2
3.) Baden-Württemberg: 1 zu 8,9
4.) Nordrhein-Westfalen: 1 zu 9,1
5.) Niedersachsen: 1 zu 9,2
6.) Saarland: 1 zu 9,3
7.) Hamburg: 1 zu 9,4
8.) Schleswig-Holstein: 1 zu 9,5
9.) Bayern: 1 zu 9,6
10.) Hessen: 1 zu 9,8
11.) Sachsen-Anhalt: 1 zu 11,6
12.) Brandenburg: 1 zu 12,1
13.) Thüringen: 1 zu 12,6
14.) Sachsen: 1 zu 12,6
15.) Mecklenburg-Vorpommern: 1 zu 13,4.

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