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Leipziger Vierlinge kommen in die Krippe

26.06.2013, 14:58 Uhr | Birgit Zimmermann, dpa

Leipziger Vierlinge kommen in die Krippe. Die eineiigen Leipziger Vierlinge: Jetzt mit  anderthalb Jahren mischen Laura, Kim, Jasmin und Sophie die Kita auf.  (Quelle: dpa/Waltraud Grubitzsch )

Die eineiigen Leipziger Vierlinge: Jetzt mischen Laura, Kim, Jasmin und Sophie die Kita auf. (Quelle: Waltraud Grubitzsch /dpa)

Bei den Leipziger Vierlingen steht neuer Trubel ins Haus: Laura, Kim, Jasmin und Sophie kommen bald in die Kinderkrippe, mit einem Spezialwagen - und vielleicht auch lackierten Fingernägeln. Das rote Krippenwägelchen steht startklar bei Familie Mehnert in Leipzig.

In einem Monat ist es soweit: Die inzwischen anderthalbjährigen Vierlinge Laura, Kim, Jasmin und Sophie kommen in die Krippe. Mutter Janett stöhnt ein bisschen, denn das bedeutet unweigerlich Stress im Hause Mehnert: "Unser großer Sohn muss ja auch in die Schule. Das heißt, wir müssen frühstücken, die vier Mädels anziehen, Lucas in die Schule bringen - und dann schaffen wir die Mädels zu zweit in die Krippe. Aufwendig, aber anders geht es nicht."

Stress und Vorfreude: Krippenzeit wird ein Kraftakt

Obwohl den Mehnerts damit jeden Morgen ein kleiner Kraftakt bevorsteht, freut sich die Mutter auf die Krippenzeit. "Ich möchte erstens die sozialen Kontakte für die Mädels. Und zweitens habe ich ja bei Lucas gesehen, wie er davon profitiert", sagt sie. "Ich quatsche ja auch viel mit den Mädels, aber es ist trotzdem was anderes, wenn sie in eine Einrichtung gehen. Man ist zwar Mutter, aber eben keine Erzieherin."

Kita freut sich: "Wir hatten schon Zwillinge, aber Vierlinge noch nie"

In der Kita "Tausendfüßler" der Volkssolidarität sind alle schon ganz gespannt. "Wir freuen uns auf die Vierlinge. Das ist schon was Besonderes. Wir hatten schon Zwillinge, aber Vierlinge noch nie", sagt Leiterin Margitta Winkler. Sorgen, dass man die eineiigen Schwestern nicht auseinanderhalten könnte, macht sich das Kita-Personal nicht. Man werde eine Lösung finden. Mutter Mehnert überlegt, zur Sicherheit je einen Fingernagel von Laura, Kim, Jasmin und Sophie zu lackieren - für jedes Mädchen in einer eigenen Farbe. "Aber jetzt warten wir mal die Eingewöhnung ab. Die sind schon unterschiedlich."

Auseinanderhalten? Kein Problem für die Familie

Janett Mehnert schafft es tatsächlich, mit traumwandlerischer Sicherheit zu sagen, ob gerade Kim brabbelt oder es doch Sophie ist, die eine Grimasse schneidet. Wie macht sie das? "Keine Ahnung, ich weiß es einfach." Papa Marcus, die Großeltern und Freundin Claudia, die viel im Haushalt hilft, könnten das auch. "Je länger man sie sieht, desto eher kann man sie auseinanderhalten", sagt Mehnert. Der siebenjährige Bruder Lucas komme auch gut klar. "Der hat jedes Mal eine andere Lieblingsschwester. Je nachdem, welche gerade mit ihm kuschelt", erzählt die Mutter.

Vierlinge entwickeln sich prächtig

Ansonsten sind die Eltern glücklich, dass die Vierlinge sich gut entwickeln. Dass sie im Januar 2012 als winzige Frühchen schon in der 28. Schwangerschaftswoche auf die Welt geholt wurden und einiges aufholen mussten, merkt man ihnen nicht an. Sie sind mobil, krabbeln wüst durch die Wohnung, können auch schon stehen und ein paar Schritte an der Hand laufen.

Jasmin sei die Kuscheligste des Quartetts. "Sophie ist ein Klappskopp, und Laura nenne ich immer "Bocki", erzählt Mehnert lachend. "Kim weiß Bescheid. Sie ist die Weiteste von allen. Wenn die etwas macht, weiß ich immer schon, was bei den anderen Dreien bald kommt."

Neue Herausforderung: Mama geht arbeiten

Für Außenstehende ist es immer wieder erstaunlich, wie souverän die Mehnerts ihren außergewöhnlichen Alltag meistern. Neben der Unterstützung in der Familie gab es vor kurzem auch eine kleine Überraschung von außerhalb: Eine kinderlose Seniorin aus Thüringen spendete den Mehnerts Geld für Spielgeräte im Garten. Ansonsten ist Papa Marcus derzeit Alleinverdiener. Aber auch das soll sich bald ändern. Anfang 2014 steht der Familie die nächste Herausforderung bevor: Dann will Mutter Janett, eine Friseurmeisterin, wieder arbeiten gehen.

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