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Kita-Streiks enden kommende Woche - Schlichtung vereinbart

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Schlichtung vereinbart  

Kita-Streiks enden in der kommenden Woche

04.06.2015, 08:21 Uhr | AFP, dpa

Kita-Streiks enden kommende Woche - Schlichtung vereinbart. Im Streit um mehr Geld für Kita-Mitarbeiter wurden auch den Kindern Protest-Shirts angezogen. (Quelle: dpa)

Im Streit um mehr Geld für Kita-Mitarbeiter wurden auch den Kindern Protest-Shirts angezogen. (Quelle: dpa)

Die gute Nachricht zuerst: Die Kita-Streiks enden in der kommenden Woche - zumindest vorerst. Die schlechte: Gewerkschaften und Arbeitgeber konnten sich im Tarifkonflikt nicht einigen. Nun muss eine Schlichtung her, während der eine Friedenspflicht besteht.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitergeberverbände (VKA) und die Gewerkschaften einigten sich auf eine solche Schlichtung nach ergebnislosen nächtlichen Verhandlungen in Berlin.

"Um den Kindern und ihren Eltern weitere Streiks zu ersparen, werden wir der Mitgliederversammlung der VKA die Anrufung der Schlichtung empfehlen", erklärte VKA-Präsident Thomas Böhle. Mit der Schlichtung herrsche Friedenspflicht, die Streiks müssten daher "ab kommender Woche enden". Dies sei, "vor allem aus Sicht der vom Streik betroffenen Eltern, die gute Nachricht", erklärte Böhle. Ab Sonntag werden die Streiks ausgesetzt.

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Forderungen "einfach zu hoch"

Die Arbeitgeber hätten "in allen Berufsfeldern Verbesserungen unterschiedlicher Art angeboten", die Forderungen der Gewerkschaften seien aber "einfach zu hoch" gewesen, ergänzte der VKA-Präsident.

Das für Tarifpolitik zuständige Vorstandsmitglied der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft), Andreas Gehrke, erklärte, das Angebot der Arbeitgeber hätte nicht zu der geforderten "kräftigen Aufwertung" und "einer deutlich besseren Bezahlung" von Erziehern und Sozialarbeitern geführt. "Deshalb konnten wir das Angebot der Arbeitgeber nicht annehmen."

"Es ist nicht gelungen, weil die Arbeitgeberseite an diesen Stellen mauert und gemauert hat", sagte auch Verdi-Chef Frank Bsirske.

Für die Gewerkschaften soll nun der ehemalige Oberbürgermeister von Hannover, Herbert Schmalstieg, schlichten. Der Schlichter der Arbeitgeber stehe noch nicht fest, werde aber zügig benannt, kündigte Böhle an. Wann und wo die Gespräche stattfinden werden, ist noch nicht bekannt.

Streiks seit über drei Wochen

Die Auseinandersetzung wird seit inzwischen gut drei Wochen von einem unbefristeten Streik des Personals in kommunalen Kindertagesstätten und anderen Erziehungseinrichtungen begleitet. Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) hatte am Dienstag auf eine baldige Lösung gedrungen.

Verdi, GEW und der Deutsche Beamtenbund (DBB) verlangen für die bundesweit rund 240.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Kommunen neue Eingruppierungsregeln und Tätigkeitsmerkmale, was letztlich zu zehn Prozent mehr Gehalt führen würde.

Die VKA lehnte am Donnerstag eine pauschale Höhergruppierung aller Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst erneut ab. "In Eingruppierungsverhandlungen kann es, anders als in einer allgemeinen Lohnrunde, nicht um Steigerungen mit der Gießkanne gehen", erklärte Böhle.

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