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Schlechtes Zeugnis nicht bestrafen

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Miese Noten auf dem Zeugnis - wie reagieren?

11.06.2012, 14:24 Uhr | ddp

Schlechtes Zeugnis nicht bestrafen. Schlechte Zensuren sollten nicht bestraft werden. (Quelle: imago)

Schlechte Zensuren sollten nicht bestraft werden. (Quelle: imago)

Viele Kinder fürchten sich vor dem Tag der Zeugnisvergabe. Denn in manchen Familien sorgen schwache Zensuren für schlechte Stimmung vor den Ferien. "Bevor Eltern ein unerfreuliches Zeugnis mit ihrem Kind diskutieren, sollten sie erst einmal eine Nacht darüber schlafen", empfiehlt Frank Hofmann, Leiter der Erziehungsberatungsstelle am Domplatz in Braunschweig.

Blick in die Zukunft richten

Danach habe man etwas Abstand bekommen und könne in einer ruhigen Atmosphäre über das Thema sprechen. "Wichtig ist, dass man dem Kind dabei keine Vorwürfe macht und es für seine schlechten Leistungen anklagt. Vielmehr sollte man den Blick in die Zukunft richten und das Kind fragen, was es braucht, um im nächsten Schuljahr bessere Noten zu erzielen", sagt der Diplom-Psychologe.

Auch müssen nicht alle Noten unbedingt hingenommen werden. Gegen schlechte Noten können Eltern sich wehren.

Kindern nicht die Ferien nehmen

Auch ihre Sommerferien sollten Schüler, unabhängig von ihren Zensuren, erst einmal genießen dürfen. "Es bringt nichts, ein Kind dazu zu verdonnern, die Ferien über seinen Nachholbedarf für die Schule aufzuarbeiten", sagt Hofmann. Erst in der letzten Ferienwoche sei es sinnvoll, das Kind durch Übungen zu Hause oder auch durch einen Intensivkurs in einer Nachhilfeeinrichtung wieder auf das Lernen einzustimmen. "Zu diesem Zeitpunkt kann man dann auch noch einmal an die Vereinbarungen erinnern, die man im Gespräch zum Ende des Schuljahres getroffen hatte", ergänzt der Experte.

Lehrergespräch suchen

Viele Eltern reagierten besonders gestresst auf schlechte Schulleistungen ihres Kindes, weil sie sich mit der Situation allein gelassen fühlten. Eine Begleitung während des Schuljahres könne daher die Spannung aus dem Zeugniskonflikt nehmen. "Mütter und Väter sollten sich nicht scheuen, das Gespräch mit den Lehrern zu suchen, und dem Kind in schwierigen Phasen beispielsweise eine Unterstützung durch Nachhilfestunden gönnen", sagt Hofmann.

Anstrengungen sollten belohnt werden

Man sollte dem Kind auch die Belohnung für das Zeugnis nicht vorenthalten. "Auch wenn ein Kind schlechte Noten hat, hat es in der Schule sein Bestes gegeben. Und diese Anstrengung sollte belohnt werden", sagt Hofmann. Mit der Belohnung fördere man auch die Motivation, sich weiter in der Schule anzustrengen.

Die meisten belohnen gute Schulnoten

Viele Eltern befolgen diesen Rat - zumindest wenn gute Noten auf dem Zeugnis stehen: In einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach erklärten 21 Prozent der Mütter und Väter von Schulkindern, dass sie gute Noten immer belohnen. 61 Prozent gaben an, hin und wieder auf gute Leistungen mit einer Belohnung zu reagieren. Lediglich 14 Prozent sagten, dass sie gute Noten grundsätzlich nicht belohnen.

Am häufigsten gibt es Geld

Bekommen die Kinder etwas für ihre Leistung, ist das häufig Geld: 42 Prozent der Eltern greifen zum Portemonnaie, 36 Prozent geben ihrem Kind ein Geschenk. 22 Prozent der Eltern versuchen, ihrem Kind auf andere Weise zu zeigen, dass sie der Lerneifer freut. Für die Studie wurden 918 Eltern befragt.

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