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Grundschüler an Computer heranführen

17.06.2009, 14:33 Uhr | mmh, dpa

. Mädchen lernt mit einem Laptop.

Schulkinder dürfen auch mal den Familien-Computer nutzen. (Bild: Imago)

Kinder müssen den Umgang mit Computern lernen - in der Grundschule brauchen sie aber noch keinen eigenen PC. "Wir neigen dazu, Kindern dieses und jenes vorzuschreiben, unter der Prämisse, sie auf die Gesellschaft vorbereiten zu wollen", sagte Professor Johannes Fromme von der Universität Magdeburg. In der Grundschule müssten Kinder ohne Computer aber bislang keine Nachteile fürchten.

Grundschulkinder brauchen keinen eigenen Computer

Fromme riet, die Entscheidung für oder gegen einen PC von den Neigungen des Kindes abhängig zu machen. Zeigt ein Schüler früh Interesse an der Technik, kann dieses gefördert werden. Doch auch dann müsse das Kind nicht unbedingt einen eigenen Computer bekommen. "Es ist durchaus sinnvoll, wenn Kinder den Familien-PC nutzen, damit Eltern mitkriegen, was sie da machen", erklärte Fromme, der in Magdeburg erziehungswissenschaftliche Medienforschung lehrt.

Veraltete Technik frustriert

Entscheiden sich Eltern, dem Kind einen eigenen Computer zu kaufen, sollte es kein veraltetes Modell sein. Das schaffe nur Frustration, etwa wenn Anwendungen oder Spiele nicht funktionieren. "Wenn Spaß an der Technik vermittelt werden soll, bringen alte Geräte nichts", erläuterte Fromme. Ein normaler Office-PC oder ein aufgerüstetes, maximal ein bis zwei Jahre altes Gerät sei die bessere Wahl. Von Computern aus dem Spielwarenladen riet er ab: "Die bieten nur sehr begrenzte Möglichkeiten und lassen es zum Beispiel nicht zu, zusätzliche Software zu installieren."

Nicht nur Wissensvermittlung

Bei der Arbeit mit dem Computer sollte der Schwerpunkt nicht nur auf der Wissensvermittlung liegen. "Die Kinder können ruhig auch eigene Präsentationen machen oder Fotos bearbeiten, wenn sie Spaß daran haben", sagte Fromme. Ein spielerischer Zugang wecke Interesse und fördere den Lernprozess. Mit zunehmendem Alter werde der PC dann auch in der Schule immer wichtiger.


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