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Migration Erstklässler  

Studie: Erstklässler leben Integration vor

16.06.2010, 11:47 Uhr | apn, dapd

Integration: Erstklässler leben kulturelle Offenheit vor. Mädchen sitzen in ihrem Klassensaal und melden sich.

60 Prozent der Erstklässler sind mit Kindern anderer ethnischer Herkunft befreundet. (Bild: Imago)

Die Integration von Kindern anderer Kultur ist für Grundschüler gelebte Wirklichkeit. 60 Prozent der Erstklässler gaben in einer Umfrage der Universität Würzburg an, einen Freund anderer ethnischer Herkunft zu haben. Vor allem Kinder mit Migrationshintergrund zeigten sich offen: Hier hatten vier von fünf einen Freund aus einem anderen Land. Bei den deutschen Erstklässlern waren es 40 Prozent. Erfreulich seien die "hohe kulturelle Offenheit" und "positiven interkulturellen Erfahrungen", die bei der Befragung zutage getreten seien, erklärte Projektleiter Heinz Reinders. So hätten knapp zwei Drittel der Kinder deutscher Herkunft angegeben, es normal zu finden, mit Kindern anderer Herkunft die Schulbank zu drücken. Bei den Migrantenkindern waren es sogar 72 Prozent.

Hintergrund: Zusammensetzung der Klassen

Nur 16 Prozent der deutschen und 13 Prozent der nicht-deutschen Kinder erklärten, nie mit Gleichaltrigen anderer Herkunft zu spielen. Einen großen Einfluss auf die inter-ethnischen Freundschaften sahen die Forscher in der Zusammensetzung der Klassen. An Schulen mit einem Migrantenanteil von unter 25 Prozent lag der Anteil interkultureller Freundschaften bei 37 Prozent. An Schulen, in denen Kinder von Migranten mehr als 75 Prozent der Schüler ausmachten, waren es dagegen 81 Prozent.

Zu jung für Vorurteile

Die Studie offenbare, dass gemischte Klassen das Zusammenleben verschiedener Kulturen fördern, erklärte Reinders. "Inter-ethische Freundschaften und kulturelle Offenheit hängen bei den Kindern eng zusammen. Weil sie in diesem Alter noch nicht so sehr in Stereotypen denken, ist das eine gute Möglichkeit für Schulen, das kulturelle Miteinander zu unterstützen." Dies endet nicht nach dem Schulschluss. 69 Prozent der Kinder mit Freunden anderer Herkunft besuchten sich der Studie zufolge auch zu Hause. "Die Kinder tragen ihr interkulturelles Leben in die Wohnzimmer der Eltern", erklärte Reinders. Für die Studie unter Federführung der Universität Würzburg wurden 979 Grundschüler aus ersten Klassen in Bayern und Hamburg befragt. Nach Angaben der Uni war es die bundesweit erste Studie zur Integration von Migranten dieser Altersgruppe.

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