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Bundeswehr plant eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit Schulen

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Bundeswehr an Schulen: Politische Bildung oder Nachwuchsrekrutierung?

22.06.2010, 12:45 Uhr | cs

Bundeswehr plant eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit Schulen. Rekruten.

Die Bundeswehr will ihre Zusammenarbeit mit Schulen intensivieren. (Bild: Imago) (Quelle: dpa)

Schon seit langem unterrichten Angehörige der Bundeswehr an Schulen. Eine neue Kooperation zwischen der Bundeswehr und den Kultusministerien verschiedener Bundesländer soll nun die Zusammenarbeit auf eine "neue qualitative Stufe stellen." Viele Eltern fragen sich: Ist das noch ein Beitrag zur politischen Bildung oder geht es hier schon um die Rekrutierung von Nachwuchskräften?

Seit 1958 gibt es bei der Bundeswehr "Jugendoffiziere". Sie treten als Referenten an Schulen auf und stellen sich in Vorträgen und Diskussionen zu Fragen deutscher Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Auf rund 8500 Auftritte bringen es die 94 Jugendoffiziere in Deutschland im Jahr. Nachwuchswerbung gehört dabei explizit nicht zu ihren Aufgaben.

"Intensivierung der Zusammenarbeit"

2008 hat die Bundeswehr begonnen, mit den Kultusministerien verschiedener Bundesländer Abkommen zu schließen. Mit Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern und dem Saarland existieren bereits solche Kooperationsvereinbarungen. In weiteren Bundesländern sind diese in Planung. Ziel ist die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Jugendoffizieren. Außerdem sollen die Jugendoffiziere bei der Ausbildung der Referendare und Lehrkräfte eingebunden werden.

Alternative gefordert

Bei Friedensinitiativen aber auch bei vielen Eltern und Lehrern stößt diese Vorgehensweise auf Kritik. Befürchtet wird vor allem eine einseitige Darstellung außen- und sicherheitspolitischer Fragen sowie ein Schritt in Richtung Militarisierung der Gesellschaft. Stattdessen wird die Möglichkeit eines kontroversen Unterrichts gefordert, bei dem neben den Angehörigen der Bundeswehr auch Vertreter anderer gesellschaftlicher Institutionen vertreten sein sollen.

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