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Hasenbilder-Streit: Gericht weist Klage der Lehrerin ab

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Prozess  

Hasenbilder-Streit - Gericht weist Klage der Lehrerin ab

20.07.2010, 09:25 Uhr | dpa

Hasenbilder-Streit: Gericht weist Klage der Lehrerin ab. Die Lehrerin Marion V. vor dem Gerichtssaal in Vechta.

Die Lehrerin Marion V.: Klage gegen Hasen. (Bild: dpa) (Quelle: dpa)

Im Streit um Hasenbilder auf der Schultafel hat das Amtsgericht Vechta am Dienstag die Klage einer Lehrerin abgewiesen. Die Pädagogin hatte gegen eine Schülerin auf Unterlassung geklagt. Die 16-Jährige sollte keine Hasenzeichnungen mehr an die Tafel malen und außerdem nicht mehr behaupten, die Lehrerin habe beim Anblick von Hasen Angst. Im Prozess hatten Schüler als Zeugen ausgesagt, dass die Frau weinend aus der Klasse laufe, wenn sie einen Hasen an der Tafel sehe.

Die "Hasen-Affäre"

Hasen gelten als friedliche Tiere. Hasenzeichnungen an der Tafel einer Schule in Vechta haben allerdings das Verhältnis zwischen einer Lehrerin und ihren Schülern erheblich gestört. Die Pädagogin hat ein Mädchen verklagt. Es soll keine Hasen mehr an die Tafel malen und nicht mehr behaupten, die Lehrerin drehe beim Anblick der Mümmelmänner durch.

Bereits 2008 hatte die Deutschlehrerin in einem vergleichbaren Streit eine andere Schülerin verklagt. Damals gab es einen Vergleich: Die seinerzeit unterlegene Schülerin darf nicht mehr behaupten, die Frau leide an einer Hasenphobie.

Sie lief weinend aus dem Klassenzimmer

Der neue Zank um das Langohr brach aus, nachdem Lehrerin und Schülerin zu Beginn des Schuljahres 2009 an eine Haupt- und Realschule in Vechta wechselten. Als der neue Klassenlehrer die Namen der Lehrer aufzählte, hatte die 16-Jährige nach eigenen Angaben nur "Oh, nee" gesagt. Ihrer Klasse hatte sie dann erzählt, dass die Lehrerin an ihrer früheren Schule bei Hasenzeichnungen an der Tafel aus dem Unterricht flüchtete. Als sich dann an der neuen Schule Hasenzeichnungen auf der Tafel befanden, lief die Lehrerin einer Zeugin zufolge weinend aus dem Klassenzimmer. Die beklagte Schülerin bestreitet, Hasen an die Tafel gemalt zu haben.

Nach dem Urteil hat die Lehrerin nun die Möglichkeit gegen die Entscheidung Berufung einzulegen, wie der Vorsitzende Richter Hermann Pieper erklärte. Die Kosten des Verfahrens trägt allerdings die Lehrerin.

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