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Essverhalten: Kostenloses Obst und Gemüse an Schulen

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Essverhalten  

Jedes siebte Kind bekommt kostenloses Schulobst

07.10.2010, 10:11 Uhr | dapd

Essverhalten: Kostenloses Obst und Gemüse an Schulen. Grundschüler schält eine Gurke.

Bisher rufen nur sieben Bundes- länder die EU-Mittel ab. (Bild: dpa) (Quelle: dpa)

Ein Jahr nach Start des EU-Schulobstprogramms wird jedes siebte Kind in Deutschland kostenlos mit einer Portion Früchte und Gemüse täglich versorgt. "Es läuft sehr erfolgreich", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesernährungsministerium Gerd Müller am Dienstag in Berlin. Allerdings beteiligten sich nur sieben von 16 Bundesländern.

12,5 Millionen Euro für Obst und Gemüse

Das Programm werde derzeit an 2700 Einrichtungen umgesetzt, die 460.000 Kinder betreuten, erklärte Müller. Das seien zehn bis 15 Prozent der Kinder. Für Deutschland stelle die Europäische Union 12,5 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. 80 Prozent der Mittel würden auch abgerufen.

Ziel: Kostenloses Obst in allen Bundesländern

An dem Programm nehmen Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Thüringen, das Saarland, Bayern, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt teil. Als Grund für ihre Zurückhaltung nennen die anderen Länder die Kosten für die Kofinanzierung und den bürokratischen Aufwand. Müller sagte, angesichts von 50 Euro pro Jahr und Kind dürfe das kostenlose Schulobst weder an den Kosten noch an der Bürokratie scheitern. Zwei Millionen oder zehn Prozent aller Kinder in Deutschland seien fettleibig, erklärte der Staatssekretär. Jedes dritte Kind komme ohne Frühstück zur Schule. Deshalb bleibe es bei dem Ziel, kostenloses Schulobst in allen Bundesländern anzubieten.

"Bewusste Kinderernährung"

Die baden-württembergische Ernährungsstaatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch sagte, das Programm laufe seit einem halben Jahr und sehr "bürokratiearm" ab. Ihr Land habe den Sonderweg der Kofinanzierung durch Sponsoren gewählt. Zusätzlich schicke man "BeKi-Frauen" als Ernährungsberaterinnen in Kindergärten und Grundschulen bis zur sechsten Klasse. "BeKi" steht für bewusste Kinderernährung. Da sich nur so wenige Länder beteiligten, bekomme Baden-Württemberg 2,2 statt 1,4 Millionen an EU-Mitteln. Gesundheitsstaatssekretär Hartmut Schubert aus Thüringen erklärte, das Schulobstprogramm habe im Dezember 2009 mit 1000 Schülern in Nordhausen begonnen. Es erfordere einen "relativ großen Aufwand". Auch gebe es das Problem, wie man damit in die Fläche gehen könne.

Bürokratiekosten von 10 Prozent

Harry von Bargen aus dem nordrhein-westfälischen Verbraucherministerium sagte, in seinem Bundesland bekämen 85.000 Kinder an 455 Schulen kostenlos Obst und Gemüse. Angesichts der Gesamtkosten von vier Millionen Euro seien Bürokratiekosten von 400.000 Euro oder zehn Prozent vertretbar. Auch gebe es kein Problem mit überschüssigem Schulobst: "Es bleiben in der Tat keine Reste übrig", sagte Bargen.

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