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"Tigermutter" rudert zurück  

"Tigermutter" rudert zurück: "Ich bin gar nicht so böse"

09.03.2011, 13:01 Uhr | dpa

"Tigermutter" rudert zurück. Mit ihren Ansichten entfachte "Tigermutter" Amy Chua auch in Deutschland eine Diskussion über Kindererziehung.  (Quelle: dpa)

Mit ihren Ansichten entfachte "Tigermutter" Amy Chua auch in Deutschland eine Diskussion über Kindererziehung. (Quelle: dpa)

In ihrem Buch "Die Mutter des Erfolgs" propagierte sie extrem strenge und leistungsorientierte Erziehungsmethoden, nun beklagt die als "Tigermutter" bekanntgewordene Autorin Amy Chua die öffentliche Aufregung über ihre Ansichten. "Es ist ein komisches Gefühl, plötzlich von so vielen Menschen gehasst zu werden. Ich bin eigentlich sehr gutmütig und gar nicht böse", sagte die Autorin des Bestsellers dem "Zeit-Magazin". Nicht alles in dem Buch sei wörtlich gemeint - vieles sei übertrieben.

Alles gar nicht ernst gemeint?

"Meine Töchter finden mich sehr lustig, und auch das Buch ist lustig!", sagte Chua, die chinesischer Abstammung ist und 1962 in den USA geboren wurde. "Ich meine, da erzählt eine wahnsinnige Person von lauter verrückten Dingen. Niemals würde ich die Stofftiere meiner Kinder verbrennen - das war ein Stilmittel, eine Übertreibung. Ich habe viele Situationen zugespitzt, um meine Position klarzumachen." Das Buch, in dem Chua ihre strengen Erziehungsmethoden darlegt, hat auch in Deutschland eine heftige Debatte ausgelöst.

Doch bei Schulnoten hört der Spaß auf

Sie sei auch nicht unbarmherzig. "Wenn meine Kinder leidenschaftlich gerne Theater spielen wollten, dürften sie das natürlich. Ab und zu übernachten sie auch bei Freunden. Aber sie sind nicht glücklich, wenn sie zurückkommen. Sie sind müde und gereizt." Wenn es um Schulnoten geht, versteht Chua aber tatsächlich keinen Spaß: "Das Ziel ist die Eins und nicht die Eins minus. Meine Kinder müssen nicht zwingend die Besten sein - aber sie sollen versuchen, zu den Besten zu gehören."

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