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Peter wurde Zeuge des Mordversuchs an seiner Mutter

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Kinder-Schicksale  

Peter wurde Zeuge des Mordversuchs an seiner Mutter

05.03.2014, 16:48 Uhr | mmh, t-online.de

Peter wurde Zeuge des Mordversuchs an seiner Mutter. Irgendwann geschah das Unfassbare: Peter wurde Zeuge des Mordversuchs an seiner Mutter (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Irgendwann geschah das Unfassbare: Peter wurde Zeuge des Mordversuchs an seiner Mutter. (Symbolfoto) (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Peters Vater war Alkoholiker. Er trank manchmal so viel, dass er sich komplett vergaß und im Suff auf seine ganze Familie einschlug. Er machte weder Halt vor seiner Frau noch vor Peters kleinerem Bruder.

Irgendwann geschah das Unfassbare: Der Mann hatte wieder einmal viel zu viel Alkohol getrunken. Es kam zum Streit mit seiner Frau, und er fing an, auf sie einzuschlagen. Die Schläge waren so heftig, dass die Mutter sich taumelnd auf einen Stuhl retten musste, um nicht ihr Gleichgewicht zu verlieren. Während die Mutter versuchte, wieder zu Kräften zu kommen, hatte der Vater aus dem Keller einen Benzinkanister geholt. Er übergoss seine Frau mit dem Inhalt des Kanisters und entzündete ein Streichholz.

Peters Geschwister hatten sich schon längst weinend in ihr Zimmer verkrochen, doch er selbst stand die ganze Zeit unmittelbar daneben und wurde Zeuge des Geschehens. Seine Mutter schrie um Hilfe, doch er war wie gelähmt. Er stand unter Schock. Er musste zusehen, wie sein Vater seine Mutter in Brand steckte. Durch das wütende Brüllen des Vaters aufmerksam geworden, alarmierten die Nachbarn die Polizei, Rettungswagen und Feuerwehr.

Peters Mutter kam ins Krankenhaus und überlebte mit schweren Verbrennungen den Mordversuch ihres Mannes, der für diese Tat verurteilt wurde und ins Gefängnis kam. Doch auch Peter trug Verletzungen davon. Verletzungen an seiner Seele. Der Junge war damals sechs Jahre alt. Die unbeschreiblichen Ereignisse dieses Tages haben ihn und sein Verhalten geprägt.

Trotzdem: Perspektive erkannt

Die Arche-Mitarbeiter kümmerten sich intensiv um ihn, er veränderte sich, er lernte lesen, fand Freunde, randalierte immer weniger. Mit 17 gründet er er eine Hip-Hop-Band, sie rappten zu selbst geschriebenen Texten über ihr Leben. Er zog weg aus dem Viertel, weg von den Problemen, er legte mit 21 das Abitur ab. Der hoffnungslose Fall hatte eine Chance erhalten, sie ergriffen und genutzt. Das Potenzial war geweckt, er hatte eine Perspektive für die Zukunft.

Heute gibt er einmal die Woche ehrenamtlich den Arche-Kindern Breakdance-Unterricht und ermutigt sie, etwas aus ihrem Leben zu machen.

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