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EM 2016: Wie viel Fußball dürfen Kinder schauen

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Die große Ausnahme  

Fußball-EM - wie viel Kinder schauen dürfen

10.06.2016, 11:22 Uhr | dpa-tmn

EM 2016: Wie viel Fußball dürfen Kinder schauen. Viele Kinder würden am liebsten jedes Fußballspiel sehen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Kinder würden am liebsten jedes Fußballspiel sehen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auch Kinder lieben Fußball - und sie wissen, wann die EM-Spiele im Fernsehen übertragen werden. Aber dürfen sie länger aufbleiben, wenn eine Partie erst abends läuft? Und wie lange sollen sie insgesamt während des Turniers fernsehen dürfen?

Die Spiele der Fußball-EM ziehen Eltern und Kinder gleichermaßen vor den Fernseher. Eltern sollten frühzeitig mit ihren Kindern klären, welche Spiele der Fußball-EM in Frankreich die Töchter und Söhne im Fernsehen schauen möchten.

Länger wach bei deutschen Spielen

Wird rechtzeitig gemeinsam darüber geredet, können die Wünsche des Nachwuchses besser berücksichtigt und Kompromisse gefunden werden, rät die Initiative "Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht". Ein Kompromiss kann zum Beispiel sein, dass Kinder bei Spielen der deutschen Mannschaft länger wach bleiben dürfen. Die EM dauert vom 10. Juni bis 10. Juli.

Bei Klassenarbeiten sollte der Fernseher aus bleiben

Viele der EM-Partien beginnen erst um 21.00 Uhr, ab dem Viertelfinale wird nur noch um diese Zeit angepfiffen. Nach spannenden Spielen schlafen Kinder oft schlecht ein, erläutert die Initiative. Wenn am Tag darauf eine Klassenarbeit in der Schule ansteht, verbieten Eltern den Fernsehabend deshalb lieber.

Denn Schlafmangel verschlechtert sowohl die Laune als auch die Leistungsfähigkeit. Eltern sollten hier konsequent bleiben und ihre Gründe erklären, empfehlen die Experten. Als Alternative zu der Liveübertragung am Abend könne man am Tag danach die Aufzeichnung des Spiels gemeinsam mit dem Kind anschauen.

Gemütlich vor dem Fernseher essen

Wenn klar ist, welche Partien die Familie zusammen anschaut, kann man sich überlegen: Was wollen wir dazu essen? "Das darf als Ausnahme dann auch mal gemütlich vor dem Fernseher sein", sagt Kristin Langer, die als Mediencoach bei "Schau hin!" arbeitet.

Wichtig ist, dass alle mithelfen und sich die Kinder nicht einfach bedienen lassen. Noch spannender werden die Spiele, wenn Kindern mit Familienmitgliedern oder Verwandten Wettgemeinschaften bilden.

Kinder mitentscheiden lassen

Eines ist klar - die meisten Kinder überschreiten ihr Zeitbudget fürs Fernsehschauen während der EM deutlich. "Da ist es an den Eltern, Leitlinien zu setzen", rät Langer. Eine könne beispielsweise lauten: Nach der ersten Halbzeit müssen die Kinder ins Bett, die zweite wird nachträglich in der Mediathek geguckt.

Außerdem sollten Eltern dem Nachwuchs verdeutlichen, dass die Zeit, die ins Fußballgucken investiert wird, an anderer Stelle abgezogen wird. Das kann bedeuten: Keine anderen Filme, Spiele am Computer und Smartphone für die restlichen Tage. Wenn Kinder vor dieser Abwägung stehen, entscheiden sich manche dann doch gegen die Fußball-Übertragung.

Langer empfiehlt Eltern, ihr Kind genau zu beobachten: Wirkt es am nächsten Tag nach dem Spiel unkonzentriert und schlecht gelaunt? Stehen wichtige Tests in der Schule an? Im Zweifel müssen einzelne Partien dann doch ausfallen oder nachträglich geschaut werden.

Killersatz: "Alle anderen dürfen auch"

Stoff für Diskussionen gibt es immer, wenn viele Mitschüler das Spiel sehen durften - das eigene Kind aber nicht. "Alle anderen dürfen auch", ist ein gefürchteter Killersatz bei Eltern. Wenn möglich, sprechen sich Eltern untereinander ab, wie das in anderen Familien gehandhabt wird. Im Zweifel kann das aber auch heißen, dass Mutter und Vater ihre Linie verteidigen müssen.

"Bei anderen mag das so sein, in unserer Familie gelten aber diese Regeln." Oft reicht es aus, Kinder morgens beim Frühstück mit den wichtigsten Infos zu versorgen: Spielergebnis, Torschützen und andere Highlights. Mit diesem Grundwissen fühlen sich die meisten auf dem Schulhof nicht als Außenseiter.

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