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"Twitter-Mädchen" Bana (7) dankt nach ihrer Rettung

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Bana dankt allen Unterstützern  

"Twitter-Mädchen" (7) meldet sich nach Rettung zu Wort

22.12.2016, 19:01 Uhr | AFP, dpa

"Twitter-Mädchen" Bana (7) dankt nach ihrer Rettung. Bana Alabed, bekannt als "Twitter-Mädchen" aus Aleppo, nach ihrer Rettung in der türkischen Hauptstadt Ankara. (Quelle: Reuters)

Bana Alabed, bekannt als "Twitter-Mädchen" aus Aleppo, nach ihrer Rettung in der türkischen Hauptstadt Ankara. (Quelle: Reuters)

Die siebenjährige Bana aus Aleppo, die während der Belagerung ihrer Heimatstadt als "Twitter-Mädchen" bekannt wurde, hat sich nach ihrer Rettung bei allen Unterstützern bedankt.

"Ich möchte jedem danken, der bei der Unterstützung der Kinder von Aleppo geholfen hat", sagte Bana in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP auf Englisch. Ihre Twitter-Serie aus der belagerten Stadt habe dazu gedient, "die Welt die Stimme der Kinder von Aleppo hören zu lassen".

"Wir sind keine Propaganda"

Bana al-Abed wurde bei dem Gespräch von ihrer Familie begleitet. Die Eltern und die beiden Geschwister waren am am Tag zuvor vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in seinem Palast empfangen worden.

Banas Mutter Fatemah, die sich um den Twitter-Account gekümmert hatte, wies die Darstellung der syrischen Führung unter Präsident Baschar al-Assad zurück, die Twitter-Nachrichten seien Falschdarstellungen und Propaganda. Nach ihrer Evakuierung aus Aleppo und ihrer Ankunft in Ankara werde die Führung anerkennen müssen, "das wir keine Propaganda sind", sagte Fatemah al-Abed.

"Immer fielen Bomben"

"Es war schwierig", sagte Bana im Rückblick auf die letzten Monate in Ost-Aleppo. "Ich hatte Angst, immer fielen Bomben, sogar in der Nacht." Ihre Mutter erzählte, die Idee zu den Twitter-Kurzbotschaften sei entstanden, als Bana eines Tages sagte: "Warum hilft uns keiner?" Mehr als 350.000 Menschen folgten zuletzt den Online-Botschaften.

Bana und ihre Angehörigen wurden schließlich von einer türkischen Hilfsorganisation aus Aleppo herausgebracht. Aktivisten verbreiteten am Montag über Twitter mehrere Bilder, die Bana im Umland der nordsyrischen Stadt zeigen.

Nachrichten aus dem Krieg

Banas Mutter Fatima al-Abed hatte im September angefangen, im Namen ihrer Tochter Tweets aus Aleppos Rebellengebieten zu schicken. Darin berichtete sie von ihrem Leben in dem Kriegsgebiet und von den regelmäßigen Luftangriffen auf Ost-Aleppo.

Viele Follower

Zuletzt folgten ihr auf Twitter mehr als 350.000 Menschen. Viele hatten befürchtet, Bana und ihre Mutter könnten durch den Vormarsch der Armee in der Stadt in die Hände der Regierungstruppen fallen.

Propaganda oder nicht?

Anhänger des syrischen Regimes bezweifelten die Existenz des Kindes und bezeichneten es als Propaganda der Opposition. Die Internetplattform Bellingcat kam hingegen nach der Auswertung von Banas Tweets, Fotos und Filmen zu dem Schluss, dass die Siebenjährige tatsächlich in Ost-Aleppo lebt.

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