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Inder seit 35 Jahren ungewaschen - er will einen Sohn

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Wunschgeschlecht  

Indischer Vater wäscht sich seit 35 Jahren nicht mehr

12.05.2009, 14:00 Uhr | iri, AFP

Was führt tatsächlich zum Wunschkind?Was führt tatsächlich zum Wunschkind? (Bild: Imago)Ein 63-jähriger Inder hat sich seit Jahrzehnten nicht mehr gewaschen - um so nach sieben Töchtern endlich einen Sohn zu bekommen. Baden und Zähneputzen ersetze Kailash "Kalau" Singh seit 35 Jahren durch ein "Feuerbad", berichtete die "Hindustan Times". Dabei stehe der Mann allabendlich auf einem Bein neben einem Lagerfeuer, rauche Marihuana und bete zu Gott Shiva. "Ein Feuerbad hilft dabei, die Bakterien abzutöten und Infektionen zu verhindern", zitierte das Blatt Kalau.

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Mädchen sind Belastung

Der Mann, der aus dem Dorf Chatav nahe der heiligen Stadt Varanasi stammt, verweigerte zum Entsetzen seiner Familie sogar nach dem Tod seines Bruders vor fünf Jahren das rituelle Bad im Fluss Ganges. Seine Arbeit in einem Gemüseladen musste er aufgeben, weil seinetwegen die Käufer fernblieben. Offiziell meidet Singh das Waschen aus Protest gegen die "nationalen Probleme". Erst wenn diese gelöst seien, wolle er sich wieder baden. Nach Angaben seiner Nachbarn will er jedoch erst wieder mit Wasser in Berührung kommen, wenn er mit einem Sohn "gesegnet" werde. Den Verzicht aufs Waschen habe ihm ein "Seher" geraten. Die meisten Inder bevorzugen Söhne. Mädchen werden als Belastung betrachtet, weil bei einer Heirat eine hohe Mitgift für die Familie des Bräutigams fällig wird.



Verhelfen spezielle Diäten oder heiße Bäder zum Wunschkind?

Schon seit Jahrhunderten versuchen die Menschen Einfluss darauf zu nehmen, ob sie einen Jungen oder ein Mädchen bekommen. Die Kelten gingen beispielsweise davon aus, dass sie das Geschlecht des nächsten Kindes bestimmen können, indem sie den Mutterkuchen des Erstgeborenen unter einem Apfel- oder einem Birnbaum vergraben. Nicht weniger ausgefallen sind heutigen Versuche: Ob durch Tragen bestimmter Kleidungsstücke beim Sex, heiße Bäder oder spezielle Diäten - es grassieren zahlreiche Theorien, wie es garantiert mit dem gewünschten Geschlecht klappt.

Vater bestimmt das Geschlecht

Allen Versuchen zum Trotz stehen die Chancen aufs Wunschkind etwa gleich gut. So kommen bei den Geburten 106 Jungen auf 100 Mädchen. Dabei entscheidet die Samenzelle des Mannes darüber, welches Geschlecht das Kind haben wird. Trägt sie das entscheidende Y-Chromoson, so wird es ein Junge. Sicher feststellen lässt sich das Geschlecht des Kindes in jedem Fall während der Schwangerschaft. Etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche kann der Arzt per Ultraschall feststellen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist. Durch Fruchtwasseruntersuchung ist dies schon früher möglich.

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