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Geburtsvorbereitung für Männer

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Geburtsvorbereitung  

Wie aus Männern richtige Väter werden

27.11.2009, 14:20 Uhr | dpa

Sich um ihr neugeborenes Kind zu kümmern, ist für Männer gar nicht so einfach. Ihre Frauen hegen und pflegen das Kind und beäugen den Partner kritisch, sobald er es nimmt. "Wir lassen die Männer außen vor und machen es ihnen irgendwann zum Vorwurf", sagt Edith Wolber vom Deutschen Hebammenverband in Karlsruhe. Wer das ändern möchte, der nimmt den Partner besser mit in den Geburtsvorbereitungskurs.

Welche Rollen spielen eigentlich die Männer?

In den Kursen geht es längst nicht nur ums "richtige Hecheln", erklärte Wolber. Sexualität, Partnerschaft und das Elternwerden seien genauso wichtige Themen. Außerdem erfahren die Eltern dabei, was während der Geburt auf sie zukommt. "Heute sind rund 70 bis 80 Prozent aller Männer bei der Geburt im Kreißsaal dabei." Trotzdem hätten viele das Gefühl, bei der Geburt außen vor gelassen zu werden. Und oft sei unklar, welche Rolle sie dabei einnehmen sollen.

Wenn "Macher" nur zusehen können

Das führe dazu, dass Männer sehr umtriebig werden - insbesondere, wenn sich das Kind Zeit lässt, erklärt Wolber. Ein typischer männlicher Gedanke sehe dann etwa so aus: "Macht, macht, macht - holt das Kind per Kaiserschnitt oder Saugglocke!" Denn Männer seien traditionell Macher. Im Kreißsaal sind sie aber dazu "verdammt", dabeizusitzen und geschehen zu lassen. Wissen die werdenden Väter aber, was bei der Geburt genau passiert und dass sie Zeit und exakte Beobachtung braucht, sei es für sie einfacher, damit umzugehen.

"Die haben nichts zwischen den Beinen der Frau zu suchen"

Männer sollten außerdem gesagt bekommen, wie ihre Rolle genau aussieht. "Die haben nichts zwischen den Beinen der Frau zu suchen", sagte Wolber - schon gar nicht mit der Kamera in der Hand. Ihr Platz sei an der Seite ihrer Partnerin, um sie emotional zu stärken. Wolber glaubt, dass die gemeinsame Vorbereitung aber auch den Frauen hilft. "Die bekommen eine andere Denkhaltung." Und dadurch falle es ihnen auch leichter, das Kind mal an den Vater abzugeben.


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