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Großbritannien: Werbespot für Abtreibungsklinik

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Skandal um TV-Werbespot für britische Abtreibungsklinik

20.05.2010, 14:28 Uhr | AFP

Großbritannien: Werbespot für Abtreibungsklinik. Junge Frau schaut traurig aus dem Fenster.

Mit TV-Werbespots wirbt eine britische Klinik für Abtreibungen. (Foto: Marie Stopes Klink)

Die Ankündigung, erstmals mit Fernsehspots für Abtreibungskliniken zu werben, hat in Großbritannien eine kontroverse Debatte ausgelöst. Die Werbung biete ungewollt schwangeren Frauen Rat und wertvolle Informationen, erklärte das Unternehmen Marie Stopes International, das landesweit acht Kliniken betreibt, am Donnerstag in London. Der Spot soll von Montag an bis Ende Juni im Fernsehsender Channel 4 ausgestrahlt werden. Für Frauen, die an einer Abtreibung interessiert sind, wird eine kostenlose Telefonnummer eingeblendet. Die Klinik will damit auch Tabus aufbrechen.

Starke Nachfrage

Allein im vergangenen Jahr gingen bei der rund um die Uhr besetzten Hotline auch ohne Werbung 350.000 Anrufe ein, wie Unternehmenschefin Dana Hovig erklärte. Es gebe "tausende Frauen, die sich Informationen über Gesundheit und Sexualität wünschen und sie brauchen".

Heftige Kritik an Werbekampagne

Abtreibungsgegner kritisierten die geplante Werbekampagne. "Ich kann nicht glauben, dass das genehmigt wurde", sagte die Sprecherin der Organisation Life, Michaela Aston. "Es Abtreibungskliniken zu erlauben, Werbung im Fernsehen zu machen, als ob sie Unternehmen oder Hersteller von Reinigungsmitteln wären, ist grotesk." Die Organisation Abortion Rights, die sich für das Recht auf Abtreibung einsetzt, begrüßte den Werbespot hingegen. Dies sei "ein wichtiger Fortschritt" für die Unterstützung von Frauen, erklärte Kampagnen-Koordinatorin Darinka Aleksic.

Großbritannien hat die meisten Abtreibungen

2008 wurden in England und Wales mehr als 195.000 Abtreibungen vorgenommen, gut 90 Prozent davon wurden vom Nationalen Gesundheitsdienst (NHS) bezahlt. Großbritannien hat europaweit mit die höchsten Raten an Schwangerschaften bei Minderjährigen sowie an Abtreibungen bei Teenagern.

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