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Nahrungsergänzungsmittel werden in der Schwangerschaft oft zu hoch dosiert eingenommen

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Schwangere nehmen Folsäure und Eisen oft zu hoch dosiert ein

18.01.2011, 09:46 Uhr | dpa

Nahrungsergänzungsmittel werden in der Schwangerschaft oft zu hoch dosiert eingenommen. Viele Schwangere nehmen Folsäure oder andere Ergänzungsmittel  ein. Dabei sollten sie auf eine richtige Dosierung achten. (Foto: imago)

Viele Schwangere nehmen Folsäure oder andere Ergänzungsmittel ein. Dabei sollten sie auf eine richtige Dosierung achten. (Foto: imago)

In der Schwangerschaft werden Nahrungsergänzungspräparate häufig falsch dosiert. Teilweise nehmen Schwangere sie zu spät oder in zu hoher Dosis ein. Das hat eine Studie ergeben.

Fast alle Schwangeren nehmen Ergänzungsmittel

Eine Studie der Technischen Universität in München (TUM) zeigte, dass 97 Prozent der Befragten in der Schwangerschaft mindestens ein Ergänzungspräparat eingenommen hatten, zwei Drittel sogar schon vorher. Für die Studie wurden 522 Frauen in den ersten drei Tagen nach der Entbindung befragt. Die Mengen variierten dabei jedoch sehr stark.

Folsäure zu hoch dosiert

Die Einnahme von Folsäure schwankte zwischen 0,2 und 5 Milligramm pro Tag. Empfohlen werden 0,4 Milligramm pro Tag, die nach Möglichkeit schon vier Wochen vor einer Schwangerschaft genommen werden sollten. Dies hielt aber nur ein Drittel der Frauen ein. Folsäure gilt als Nährstoff, der Neuralrohrdefekte beim Ungeborenen verhindern kann.

Zu viel Eisen kann Ungeborenem schaden

Zu hoch dosiert wurden auch Eisenpräparate. Hier schwankte die geschluckte Menge zwischen vier und 600 Milligramm am Tag. Diese hohen Dosen könnten dem Ungeborenen sogar schaden, warnten die Münchener Forscher. Die Studie ergab auch, dass drei Viertel der befragten Frauen zusätzlich Magnesium einnahmen. Ein Nutzen sei aber wissenschaftlich nicht belegt.

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