Sie sind hier: Home > Leben > Familie > Schwangerschaft >

Künstliche Befruchtung: Paare klagen gegen Österreich, wo In-Vitro-Befruchtung verboten ist

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Zwei Paare klagen gegen Österreich

25.02.2011, 09:23 Uhr | AFP

Künstliche Befruchtung: Paare klagen gegen Österreich, wo In-Vitro-Befruchtung verboten ist. Gespendeter Samen wird bis zur Befruchtung der Eizelle in flüssigem Stickstoff tiefgekühlt aufbewahrt. (Foto: imago)

Gespendeter Samen wird bis zur Befruchtung der Eizelle in flüssigem Stickstoff tiefgekühlt aufbewahrt. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte beschäftigt sich mit der Frage, ob es ein Grundrecht auf künstliche Befruchtung mit gespendeten Spermien oder Eizellen gibt.

In-Vitro-Befruchtung in Österreich verboten

Die 17 Richter der Großen Kammer des Straßburger Gerichts prüften am Mittwoch die Beschwerden zweier unfruchtbarer Paare gegen Österreich, wo eine künstliche Befruchtung mit gespendeten Spermien oder Eizellen durch ein Gesetz von 1992 verboten sind. Die Kläger werfen Wien einen Verstoß gegen das Grundrecht auf Schutz des Familienlebens vor. Außerdem sehen sie sich diskriminiert. In Deutschland sind In-Vitro-Befruchtungen mit gespendeten Eizellen ebenfalls untersagt, nicht aber solche mit Spendersamen.

Kinder sollten über biologische Eltern informiert sein

Das österreichische Gesetz wäge sorgfältig zwischen privaten und öffentlichen Interessen ab, sagte die Rechtsvertreterin der Wiener Regierung, Brigitte Ohms. Dabei gehe es auch um den Schutz der Dritten - etwa der Frauen, die Eizellen spendeten. Der Gesetzgeber müsse außerdem das Wohl der betroffenen Kinder schützen. Sie hätten das Recht, über beide biologische Eltern informiert zu werden. Diese "legitimen Ziele" rechtfertigten das Verbot künstlicher Befruchtungen mit gespendeten Samen oder Eizellen. Der Anwalt der Kläger, Wilfried Weh, nannte das Verbot hingegen archaisch. Seit dessen Erlass im Jahre 1992 habe die Medizin enorme Fortschritte gemacht. Die Entnahme von Eizellen geschehe heute mit einem einfachen Einstich einer Nadel, die Spenderinnen könnten in der Regel bereits 15 Minuten später nach Hause gehen. Im übrigen gebe es "Tausende von Kindern", die nicht von beiden leiblichen Eltern aufgezogen würden.

In erster Instanz hatte eine kleine Kammer des Straßburger Gerichts im vergangenen April den Klägern Recht gegeben. Dagegen legte Österreich Rechtsmittel ein. Das Urteil der Großen Kammer wird in einigen Monaten erwartet.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
Shopping
Allnet Flat Plus mit Samsung Galaxy S8 im besten D-Netz
zu congstar.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Meistgesuchte Themen
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Leben > Familie > Schwangerschaft

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017