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So hilft die Hebamme vor, während und nach der Geburt

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Geburtsbegleitung  

So hilft die Hebamme vor, während und nach der Geburt

05.09.2017, 16:41 Uhr | am, t-online.de, dpa

So hilft die Hebamme vor, während und nach der Geburt. Hebammen geben Schwangeren Hilfestellungen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/MachineHeadz)

Hebammen geben Schwangeren Hilfestellungen. (Quelle: MachineHeadz/Thinkstock by Getty-Images)

Schwangerschaft und Geburt sind einschneidende Erlebnisse. Um für Mutter und Kind die Zeit möglichst risikolos und schön zu gestalten, bietet unter anderem die Hebamme Unterstützung. Welche Aufgaben sie übernimmt, lesen Sie hier.

Was leistet die Hebamme?

Im Rahmen der Geburtsvorbereitung sollten sich die werdenden Eltern frühzeitig um eine Hebamme kümmern. Während der Geburt wissen die Eltern spätestens, wie wertvoll die Begleitung durch diese ist. Die Fachfrau hat in der Regel auch viele nützliche Tipps parat, die dabei helfen, die Eltern gut durch die Schwangerschaft zu tragen.

Hebammen stehen dabei nicht in Konkurrenz mit dem Gynäkologen, sondern bereichern die Versorgung der Schwangeren. Schließlich sind sie auch diejenigen, die bei der Geburt dabei sind und dort neben dem Geburtsablauf auch für eine emotionale Unterstützung für Vater und Mutter sorgen. 

Bei jeder Geburt muss eine Hebamme dabei sein

Bei jeder Geburt muss eine Hebamme oder ein Entbindungshelfer vor Ort sein. Das ist im Deutschen Hebammengesetz so vorgeschrieben. Wenn die Frau für die Schwangerschaftsbetreuung nicht bereits eine Hebamme in Anspruch genommen hat, die dann auch die Geburtsbegleitung übernimmt, wird für diese Aufgabe eine bei der Entbindungsklinik angestellte Hebamme eingesetzt.

Eine Hebamme steht jeder gesetzlich versicherten Schwangeren zu. Allerdings übernehmen die Krankenkassen nicht alle Leistungen. Sowohl privat als auch gesetzlich versicherte Frauen sollten sich diesbezüglich vorab bei ihrer Krankenkasse informieren.

Hebamme oder Arzt?

Geburtshelferinnen ersetzen nicht in allen Belangen die Versorgung durch einen Frauenarzt, denn nicht immer verläuft eine Schwangerschaft problemlos. Die Geburtshelferinnen verfügen zwar über eine vergleichbar hohe fachliche Kompetenz und können zum beispiel die Schwangerschaft feststellen, den Mutterpass ausstellen und auch einige Vorsorgeuntersuchungen übernehmen. Bestimmte Maßnahmen dürfen sie allerdings nicht durchführen. So macht eine Hebamme in der Regel keine Ultraschalluntersuchungen. Diese bleiben Aufgabe eines Arztes. Empfehlenswert ist also die doppelte Schwangerenbetreuung.

Hebammen bieten sie oft auch Geburtsvorbereitungskurse an. Zudem begleiten sie auch nachsorgend und geben Tipps im Umgang mit dem Säugling. Innerhalb der ersten acht Wochen nach der Geburt sind bis zu 16 Termine mit der Hebamme üblich.

Wie finde ich die richtige Hebamme?

Möchte die werdende Mutter schon während der Schwangerschaft von einer Hebamme betreut werden, können sowohl Geburts- und Krankenhäuser, die in der Regel mit Hebammen zusammenarbeiten, als auch der Gynäkologe bei der Vermittlung helfen. Außerdem gibt es Hebammennetzwerke und -verbände, die Listen von freien Hebammen anbieten. Online existieren Angebote, eine geeignete Geburtshelferin in der Nähe zu finden.

In jedem Fall ist es ratsam, möglichst früh zu suchen, da Hebammen nur begrenzte Kapazitäten haben und ein Hebammenmangel herrscht. 

Hebammen begleiten einen sehr bedeutsamen und intimen Lebensabschnitt. Daher ist ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und der Geburtshelferin wichtig. Stimmt die Chemie nicht, sollten die werdenden Eltern sich nach einer anderen Geburtshelferin umschauen. 

Hebammenmangel: Was verdienen Hebammen?

In Deutschland herrscht derzeit ein Mangel an Hebammen. Das liege unter anderem an dem schlechten Verdienst dieser. Ohne drastische Verbesserungen beim Verdienst für Hebammen wird sich die Versorgung schwangerer Frauen aus Sicht des Deutschen Hebammenverbandes weiter verschlechtern. "Die Vergütung angestellter und freiberuflicher Hebammen ist grauenvoll", sagt Verbandspräsidentin Martina Klenk.

Verbandspräsidentin Klenk forderte für Freiberuflerinnen einen Brutto-Stundenlohn von knapp 50 Euro, um nach Abzug von Steuern und Abgaben auf 16 bis 18 Euro zu kommen. Momentan verdienten sie nur etwa die Hälfte pro Stunde.

Sie verlangte zudem für die freiberuflichen Hebammen erneut einen Haftpflichtfonds oder am besten ein Modell analog zur gesetzlichen Unfallversicherung. "Das wäre eine gute Lösung", sagte Klenk. Zwar werde seit 1. Januar von den Krankenkassen ein Ausgleich gezahlt, der die hohen Haftpflicht-Prämien für die Geburtshelferinnen zum Teil auffange. Ab 1. Juli steige aber die Prämie und damit der Selbstbehalt. "Steigerungen sind bei dem Ausgleich nicht ausreichend mitberücksichtigt. Das zeigt: Eine langfristige Lösung ist das nicht." Zur Zeit liegt die Prämie den Angaben zufolge bei 6843 Euro pro Jahr, ab 1. Juli bei 7639 Euro. Der Selbstbehalt steigt dann von aktuell 1954 auf 2053 Euro.

Ausbildung zur Hebamme: So wird man Geburtshelferin

In Deutschland gibt es zwei Möglichkeiten, Hebamme zu werden: Interessierte können eine Ausbildung absolvieren oder ein Studium. Die Hebammenausbildung dauert drei Jahre. Sie findet an staatlich anerkannten Hebammenschulen
statt, die an Krankenhäuser angegliedert sind. Sie gliedert sich in Theorie und Praxis.

Ein Studium der Hebammenkunde ist derzeit an vier deutschen Hochschulen möglich. Der duale und modulare Studiengang sieht nach drei Jahren die Prüfung
zur Hebamme beziehungsweise zum Entbindungspfleger vor. Ein Jahr später können Studierende einen zusätzlichen Bachelorabschluss erlangen. Bei einem primärqualifizierenden Studiengang sollen die Praxisanforderungen genauso hoch sein wie an einer Hebammenschule.

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