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Geburtenrate in Deutschland sinkt - Kinderlosigkeit regional unterschiedlich

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Kinderwunsch  

Hier nimmt die Kinderlosigkeit sogar noch zu

08.11.2013, 09:24 Uhr | dpa-AFX, AFP

Geburtenrate in Deutschland sinkt - Kinderlosigkeit regional unterschiedlich. Über 40, weiblich, kinderlos - auf immer mehr Frauen trifft dies zu.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Über 40, weiblich, kinderlos - auf immer mehr Frauen trifft dies zu. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Immer mehr Frauen in Deutschland bleiben kinderlos. Bereits jede fünfte Frau zwischen 40 und 44 Jahren hat keinen Nachwuchs, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Statistik verrät auch einiges über die regionale Verteilung die Gründe der Kinderlosigkeit.

Dies hat zugleich maßgebliche Auswirkungen auf das allgemeine Geburtenniveau. Vor allem im Osten Deutschlands steigt demnach der Anteil kinderloser Frauen. Allerdings ist er im Westen immer noch deutlich höher. In den westdeutschen Bundesländern war im vergangenen Jahr fast jede vierte Frau ohne Kinder (23 Prozent). In Ostdeutschland lag der Anteil bei 15 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2008 stieg der Anteil der kinderlosen Frauen im Osten allerdings deutlich um fünf Prozentpunkte. Im Westen lag der Anstieg bei einem Prozentpunkt.

Den Stadtstaaten fehlen die Kinder

Besonders ausgeprägt ist die Kinderlosigkeit demnach in den Stadtstaaten. Am auffälligsten ist dies in Hamburg, wo 2012 fast jede dritte Frau (32 Prozent) keinen Nachwuchs hatte. Deutschlandweit die geringsten Quoten bei der Kinderlosigkeit haben Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 14 Prozent. Unter den westlichen Flächenländern war der Anteil im Saarland (20 Prozent) und in Baden-Württemberg (21 Prozent) am niedrigsten.

Die Zahlen bestätigen zudem einmal mehr, dass viele Akademikerinnen kinderlos bleiben. In den alten Bundesländern erreichte 2012 die Kinderlosenquote bei Akademikerinnen zwischen 45 und 49 Jahren mit 30 Prozent einen neuen Höchststand. Bei den fünf Jahre jüngeren Akademikerinnen wird die Kinderlosenquote hingegen voraussichtlich etwas geringer ausfallen. Bei den westdeutschen Frauen ohne akademischen Abschluss wird dagegen der Anteil der Frauen ohne Kind steigen.

Akademischer Abschluss blockiert Kinderwunsch

Im Osten war dieser Unterschied zwischen Frauen mit und ohne akademische Abschlüsse bislang weniger ausgeprägt. Die Kinderlosigkeit nimmt in den neuen Ländern derzeit allerdings bei den Frauen mit Hochschul- oder Fachschulabschluss schneller zu als bei den Nicht-Akademikerinnen.

Aktuelle Studien zeigen immer wieder, dass auf dem Arbeitsmarkt Karriere und Kinder für Frauen nur schwer zu vereinbaren sind. Umstrittene Instrumente, dies zu verbessern oder Nachteile auszugleichen sind beispielsweise eine Frauenquote in den Führungspositionen großer Unternehmen und die Zahlung von Elterngeld, ebenso die Bewilligung von zusätzlichen Vätermonaten nach der Geburt eines Kindes.

Deutschlands Mütter sind immer älter

Die Zahl der jährlichen Geburten in Deutschland verharrt weiter auf niedrigem Niveau. 673.500 Kinder wurden 2012 geboren, das ist ein Viertel weniger als im Jahr der deutschen Vereinigung 1990. Das Statistische Bundesamt geht aufgrund der Zahlen davon aus, dass sich diese Entwicklung der Geburtenzahlen bis 2020 fortsetzt. Danach, wenn die geburtenschwächeren Jahrgänge kommen, könnte die Zahl nur konstant bleiben, wenn die Geburtenrate anstiege. Es wird deshalb sogar ein weiterer Geburtenrückgang erwartet.

Die Erhebung des Statistischen Bundesamtes bestätigt bisherige Trends. Das sind die Ergebnisse der Statistiker auf einen Blick:

  • Die Zahl der Geburten in Deutschland sinkt weiterhin.
  • Immer mehr Frauen in Deutschland bleiben kinderlos.
  • 22 von 100 Frauen zwischen 40 und 44 Jahren haben noch kein Kind geboren.
  • Frauen sind bei der Geburt ihres ersten Kindes heute im Schnitt 29 Jahre alt. Anfang der 70er Jahre lag dieses Alter noch bei 24 Jahren.
  • Mütter in Deutschland bringen durchschnittlich zwei Kinder zur Welt.


Wie die Erhebung weiter zeigt, ist nur jede dritte Mutter mit Kindern unter drei Jahren erwerbstätig. Je älter die Kinder werden, desto häufiger gehen sie dann wieder arbeiten. Bei den Vätern ist die Beteiligung am Erwerbsleben dagegen weitgehend unabhängig vom Heranwachsen der Kinder. Die Quote der erwerbstätigen Väter lag 2012 - je nach Alter des jüngsten Kindes - zwischen 82 und 85 Prozent.

Die Familienpolitik ist gefordert

Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig mahnte eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie an. Sie sieht dabei vor allem die Wirtschaft in der Pflicht. "Die Arbeitswelt muss familienfreundlicher werden und nicht die Familien arbeitsfreundlicher", erklärte Schwesig in Berlin.

Auch die Linkspartei kritisierte, dass immer noch zu viele Mütter mit der Geburt ihrer Kinder die Berufstätigkeit länger unterbrechen oder ganz aufgeben. Dies werde durch das Betreuungsgeld noch gefördert, erklärte Linkenfraktionsvize Diana Golze. Das Betreuungsgeld müsse daher abgeschafft und die frei werdenden Milliarden in den Kita-Ausbau investiert werden.

Die Erhebungen des Statistischen Bundesamtes basieren auf Daten der Standesämter und auf dem Mikrozensus 2012, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa.

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