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Hebammenstreit: Hebammen akzeptieren Angebot der Krankenkassen

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Kompromiss im Streit um Versicherungsprämien  

Hebammenverband akzeptiert das Angebot der Krankenkassen

05.08.2014, 17:05 Uhr | dpa

Hebammenstreit: Hebammen akzeptieren Angebot der Krankenkassen. Hebammen tragen große Verantwortung für Schwangere und Babys. Wenn sie einen Fehler machen, drohen enorme Entschädigungsforderungen. (Quelle: dpa)

Hebammen tragen große Verantwortung für Schwangere und Babys. Wenn sie einen Fehler machen, drohen enorme Entschädigungsforderungen. (Quelle: dpa)

Nach monatelangem Tauziehen haben sich die Hebammen mit den Krankenkassen auf einen finanziellen Ausgleich für ihre massiv gestiegenen Haftpflichtprämien geeinigt. Der Deutsche Hebammenverband (DHV) teilt mit, dass er das Angebot der Krankenkassen annimmt, es aber nur als kurzfristige Lösung betrachtet.

Weil die Beitragssätze bei der Haftpflichtversicherung massiv gestiegen sind, bangten die rund 3000 freiberuflichen Hebammen in Deutschland um ihre Existenz. Zwar gab es Verhandlungen mit den gesetzlichen Krankenkassen über Ausgleichszahlungen, doch diese waren im Mai gescheitert.

Hebammenverband: "Wir haben keine Alternative"

Rund zweieinhalb Monate später verkündet der Hebammenverband: "Nach eingehender Prüfung sieht der DHV keine Alternative." Immerhin gebe es im Vergleich zum ursprünglichen Angebot des Krankenkassen-Spitzenverbands einen Zuschlag auf die Gesamtvergütung sowie Verbesserungen für die sogenannten Beleghebammen, die in Kliniken und Geburtshäusern zum Einsatz kommen.

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Hohe Entschädigungssummen bei Geburtsfehlern

Monatelang protestierten die Hebammen, weil sich die Haftpflichttarife für die Geburtshilfe in den vergangenen Jahren vervielfacht hatten. Das hängt damit zusammen, dass auch die Therapiekosten deutlich gestiegen sind, wenn ein Kind durch einen Fehler der Hebamme bei der Geburt geschädigt wird. Da kommen schnell Summen in Millionenhöhe zusammen.

Während angestellte Hebammen über ihren Arbeitgeber abgesichert sind, müssen Freiberuflerinnen das Risiko selber versichern. Das wurde in den vergangenen Jahren auch deshalb immer teurer, weil kaum noch eine Versicherung entsprechende Angebote für Hebammen bereitstellen wollte.

Freiberufliche Hebammen sind noch nicht zufrieden

Zuletzt war die Situation so verfahren, dass sich sogar Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) einschaltete. Der jetzt gefundene Kompromiss ist nach Einschätzung des Hebammenverbands aber lediglich eine Zwischenlösung. "Die Zuschläge helfen nur kurzfristig", betonte DHV-Präsidentin Martina Klenk. "Wir brauchen aber eine Lösung, um die Versorgung mit Hebammenhilfe auch langfristig zu sichern und Frauen die im Sozialgesetzbuch garantierte Wahlfreiheit des Geburtsortes zu ermöglichen." Freiberufliche Hebammen werden von Krankenhäusern für einzelne Geburten engagiert, führen auf Wunsch aber auch Hausgeburten durch.

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