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Bei Zika-Verdacht vor dem Sex testen lassen

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Nach Rückkehr aus Zika-Gebiet  

Bei Zika-Verdacht vor dem Sex testen lassen

09.03.2016, 14:25 Uhr | dpa

Bei Zika-Verdacht vor dem Sex testen lassen. Der Forscher Stevens Rehen vom Instituto D·Or in Rio de Janeiro, Brasilien, erklärt in seinem Büro an einer Mikroskop-Aufnahme, wie das Zika-Virus (rot eingefärbt) menschliche Neuronen (blau) angreifen kann. (Quelle: dpa)

Der Forscher Stevens Rehen vom Instituto D·Or in Rio de Janeiro, Brasilien, erklärt in seinem Büro an einer Mikroskop-Aufnahme, wie das Zika-Virus (rot eingefärbt) menschliche Neuronen (blau) angreifen kann. (Quelle: dpa)

Nach der Heimkehr von einer Reise in eine vom Zika-Virus betroffene Region, sollten sich die Partner von Schwangeren auf das Virus testen lassen. Fällt der Test negativ aus, bestehe keine Gefahr. Ist er positiv, sollte man auf Sex verzichten oder Kondome verwenden.

Darauf weist Susanne Modrow von der Deutschen Gesellschaft für Virologie hin. Zika grassiert derzeit vor allem in Mittel- und Südamerika. "Es gibt keine gesicherten Daten, wie lange das Virus in der Samenflüssigkeit vorhanden ist und übertragen werden kann", sagt Modrow.

Nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das Zika-Virus, das auch beim Sex weitergegeben werden kann, gefährlicher als bisher angenommen.

Sechs Monate lang nur mit Kondom

Die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und das Auswärtige Amt empfehlen, sechs Monate lang Kondome zu verwenden, wenn sich Reisende in einem von Zika betroffenen Land möglicherweise angesteckt haben, zum Beispiel durch einen Mückenstich.

Das gilt insbesondere für Sex mit Schwangeren und auch mit Frauen, die schwanger werden können. Es sei aber auch generell zu überlegen. Modrow ergänzt: "Wer auf der ganz sicheren Seite sein will, sollte bis zur Entbindung auf Geschlechtsverkehr verzichten oder Kondome korrekt verwenden."

Stechmücken sind der Überträger

Das Virus wird vor allem von der Mückenart Aedes aegypti, aber auch beim Geschlechtsverkehr übertragen. Neue Forschungen zeigten, dass der Erreger möglicherweise nicht nur Ursache für Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen (Mikrozephalie) sei, sondern auch eine Rolle bei anderen neurologischen Störungen spiele.

Viele Betroffene haben keine Symptome. Ansonsten macht sich eine Infektion drei bis zwölf Tage nach dem Mückenstich zum Beispiel durch Fieber, Kopf- und Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Hautausschlag bemerkbar.

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