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Wie sicher ist eine Nackenfaltenmessung?

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Keine sichere Diagnose  

Wie sinnvoll ist eine Nackenfaltenmessung?

16.06.2017, 15:08 Uhr | Henning Seelmeyer, t-online.de

Wie sicher ist eine Nackenfaltenmessung?. Die Nackenfaltenmessung alleine kann zwar Hinweise auf eine mögliche genetische Erkrankung geben, ist aber alleine wenig aussagekräftig. (Quelle: imago/blickwinkel)

Die Nackenfaltenmessung alleine kann zwar Hinweise auf eine mögliche genetische Erkrankung geben, ist aber alleine wenig aussagekräftig. (Quelle: blickwinkel/imago)

Die Nackenfaltenmessung (auch Nackentransparenzmessung oder NT-Messung) gehört zur Pränataldiagnostik. Mit der Methode kann eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine genetische Fehlbildung wie das Down-Syndrom (Trisomie 21) bei einem ungeborenen Kind frühzeitig erkannt werden.

In Deutschland ist die Nackenfaltenmessung keine Standarduntersuchung während der Schwangernschaft. Erst in Kombination mit anderen Messungen ermöglicht die Nackentransparenzmessung eine Riskoabschätzung für einen Gendefekt. Ärzte empfehlen die Untersuchung vor allem bei Risikoschwangerschaften.

Wie läuft eine Nackenfaltenmessung ab?

Beim Ersttrimesterscreening (auch: First-Trimester-Screening oder FiTS) werden einige Untersuchungen durchgeführt, die mögliche Fehlbildungen bei dem Ungeborenen aufdecken sollen. Eine dieser Untersuchungen ist die Nackenfaltenmessung, die etwa in der 11. bis 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird. Dabei wird mit einem besonders hochauflösenden Ultraschallgerät der Nacken des Fötus vermessen.

Bei den Föten sammelt sich in dieser Zeit Flüssigkeit im Nacken. Auf dem Ultraschallbild ist diese Ansammlung als transparente Fläche zu erkennen. Hat sich viel Flüssigkeit eingelagert, dann sprechen die Ärzte von einem Nackenödem. Eine vergrößerte Nackenfalte kann Hinweise auf eine genetische Erkrankung beim Kind geben.

Wie aussagekräftig ist die Nackenfaltenmessung?

Die Nackenfaltenmessung kann zwar Hinweise auf eine mögliche genetische Erkrankung geben, ist aber alleine wenig aussagekräftig. Erst zusammen mit anderen Untersungen ermöglicht die Nackentransparenzmessung eine Aussage darüber, wie wahrscheinlich ein Gendefekt ist.

Wird bei einer Messung eine Auffälligkeit festgestellt, dann setzen Ärzte die Diagnostik mit anderen – teilweise invasiven – Methoden fort. Dabei kann ein Verdacht aufkommen, der sich nach weiteren Untersuchungen als unbegründet herausstellt. Andererseits kann es vorkommen, dass bei einer Nackentransparenzmessung keine Auffälligkeiten vorliegen, das Kind aber dennoch mit dem Down-Syndrom geboren wird.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Nackenfaltenmessung?

Bei einer Nackenfaltenmessung zahlen die meisten Krankenkassen dazu, übernehmen allerdings häufig nicht die gesamten Kosten. Werdende Eltern sollten sich vor einer Untersuchung mit der Krankenklasse besprechen, wie hoch der Zuschuss ist.

Ist die werdende Mutter bereits über 35 oder besteht eine Risikoschwangerschaft, dann übernehmen einige Krankenkassen die vollen Kosten. Damit die Eltern nicht auf der Rechnung sitzen bleiben, sollten sie sich eine schriftliche Bestätigung der Kasse für die Kostenübernahme einholen. Die Kosten für eine Nackenfaltentransparenzmessung können sich auf 70 bis 200 Euro belaufen.

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