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Wohin Schwangere in Deutschland nicht reisen sollten

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Kuriose Reisewarnung  

Warum Hochschwangere nicht nach Berlin, München oder Sylt reisen sollten

12.07.2017, 13:31 Uhr | Claudia Hamburger, t-online.de

Wohin Schwangere in Deutschland nicht reisen sollten. Als Schwangere an die deutsche Küste reisen? Besser nicht, rät jetzt der Verein Mother Hood. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Wavebreakmedia Ltd)

Als Schwangere an die deutsche Küste reisen? Besser nicht, rät jetzt der Verein Mother Hood. (Quelle: Wavebreakmedia Ltd/Thinkstock by Getty-Images)

Als Schwangere Urlaub auf Sylt machen? – Besser nicht, warnt der Verein Mother Hood. Und auch von anderen Regionen im eigenen Land rät er als Urlaubsziel ab. Die ironische Reisewarnung hat einen ernsten Hintergrund.

Schwangere sollten Reiseziel mit Bedacht wählen

„Schwangere Frauen sollten sich gut überlegen, welche Gebiete innerhalb Deutschlands sie für ihren Urlaub wählen“, warnt Katharina Desery vom Verein Mother Hood. Denn in einigen Regionen ist das Ungleichgewicht zwischen steigenden Geburtenzahlen und der Anzahl an Hebammen besonders eklatant.

Die "Bundeselterninitiative zum Schutz von Mutter und Kind während Schwangerschaft, Geburt und erstem Lebensjahr" hat eine Deutschlandkarte veröffentlicht, auf der die kritischen Gebiete rot markiert sind. Bayern, Hessen, Berlin und die Küsten sollten Schwangere demnach besser meiden. Dort fehlen besonders viele Hebammen. In den Sommerferien kommt hinzu, dass viele Hebammen selbst im Urlaub sind.

Die Elterninitiative Mother Hood warnt: In bestimmte Regionen Deutschlands sollten Schwangere derzeit nicht reisen. (Quelle: Mother Hood e.V.)Die Elterninitiative Mother Hood warnt: In bestimmte Regionen Deutschlands sollten Schwangere derzeit nicht reisen. (Quelle: Mother Hood e.V.)

Reisewarnung soll auf Hebammenmangel hinweisen

Mit der ironischen Reisewarnung will der Verein auf den Hebammenmangel in ganz Deutschland aufmerksam machen. Dabei solle der Fokus aber nicht nur auf die schlechte Bezahlung der Hebammen gelenkt werden, so Ruth Piecha von Mother Hood im Gespräch mit t-online.de. "Wir wollen auch die Mütter und Kinder in den Vordergrund rücken." Schließlich seien auch sie vom Hebammenmangel betroffen. Ihnen  müsse eine sichere Geburt ermöglicht werden. Viele Frauen glaubten noch immer, dass sie klinisch gut versorgt seien. "Das ist aber nicht mehr der Fall", sagt Piecha. In der gesamten Bundesrepublik fehlten Hebammen.

An deutschen Kliniken betreuen die Geburtshelferinnen meistens drei bis vier Frauen gleichzeitig, wie eine Umfrage des Deutschen Hebammen Verbandes (DHV) ergeben hat. "Das wird einem bei der Kreißsaalbesichtigung aber nicht gesagt", berichtet Piecha. Zudem sei es auch schon öfters vorgekommen, dass sich eine Hebamme um zehn Frauen zur gleichen Zeit kümmern musste.

In Großstädten fehlen besonders viele Hebammen

Die größten Engpässe in Deutschland gibt es in Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln oder München. Ohne vorherige Anmeldung nehmen die Kliniken dort Geburten nicht mehr an, heißt es von Mother Hood. Frauen würden mitunter mit Wehen vor den Kreißsälen abgewiesen werden. "Erst gestern ist in Berlin eine Frau von einem Klinikum weggeschickt worden", berichtet Piecha. Sie habe letztendlich ihr Kind auf dem Parkplatz vor einer anderen Klinik bekommen. Alleine.

In anderen Regionen wie dem bayerischen Voralpenland gibt es schlicht keine Kreißsäle mehr. "Hier fährt man bis zur nächsten Geburtsstation schon bei normalem Verkehr über 45 Minuten, in der Urlaubszeit könnte es noch länger dauern", heißt es in einer Mitteilung von Mother Hood. Auf deutschen Inseln wie beispielswiese Sylt oder Föhr gebe es zudem gar keine Geburtshilfe mehr. Dort werden werdende Mütter angehalten, bis zu 14 Tagen vor der Entbindung aufs Festland zu reisen.

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