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So entgehen Sie den Tricks der Supermärkte

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Supermärkte  

So entlarven Sie die Tricks der Supermärkte

21.02.2013, 14:44 Uhr | bri, mew

So entgehen Sie den Tricks der Supermärkte. Supermärkte verleiten die Kunden mit vielen Tricks dazu ihren Einkaufswagen vollzupacken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Supermärkte verleiten die Kunden mit vielen Tricks dazu ihren Einkaufswagen vollzupacken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sie wollen auf dem Heimweg schnell einkaufen. Nur das Nötigste: Milch, Brot, Aufschnitt. Beim Auspacken zu Hause finden sich aber deutlich mehr Sachen in der Tüte. Die Tricks der Supermärkte haben Sie erfolgreich verführt. Wie Sie der Beeinflussung durch Musik, Laufwege und mehr entgehen können.

Je länger wir bleiben, umso mehr kaufen wir

Vor dem Supermarkt sind alle Menschen gleich: Keiner will mehr als nötig kaufen und kommt mit einem Einkaufszettel oder einer Liste im Kopf in den Supermarkt. Doch mehr als die Hälfte unserer Kaufentscheidungen im Supermarkt fällen wir spontan. Wir kaufen das, was wir sehen und uns anspricht. Mit jeder Minute im Geschäft rückt die Einkaufsliste mehr in den Hintergrund. Ziel ist es also, die Kunden so lange wie möglich im Geschäft zu halten. Mit einer angenehmen Gestaltung, einer schönen Atmosphäre, durch Musik oder geschickt gestaltete Laufwege klappt das auch.

Optimale Temperatur und Tempobremsen

Das fängt schon vor dem Eingang an: Ist der Markt zu dunkel ausgeleuchtet, gehen wir nicht hinein, denn der Mensch hat von Natur aus Scheu vor unbekannten Räumen. Darum ist es schön hell im Supermarkt und genau 19 Grad warm. Das ist zwar nicht optimal für Obst und Gemüse, aber bei dieser Temperatur kaufen wir am meisten. Und wer noch im Straßenschritt in den Supermarkt prescht, um rasch den Feierabend-Einkauf zu erledigen, den bremsen langsame Hintergrundmusik und das Obstparadies am Eingang des Markts erst mal auf Einkaufsbummel-Geschwindigkeit herunter.

Immer der Nase nach

Auch unsere Nase ist ein wichtiger Faktor beim Einkauf. Denn Gerüche spielen mit Menschen. Marketingstrategen haben die Macht der Düfte erkannt und setzen sie gezielt ein: In Bäckereien soll das Aroma von Vanille Appetit machen, Kaufhäuser wollen ihre Kunden mit Blumendüften zum Kaufen anregen und in Autohäusern überdeckt der Geruch von feinem Leder den Gummigestank. Das berichtet "Spiegel online".

Hindernisse und Versteckspiele

Sogar die Gangbreite ist eine eigene Wissenschaft: Ist der Weg zu breit, gehen wir schnell und kaufen wenig. Ist er zu schmal, könnten wir mit einem anderen Kunden kollidieren und vor Schreck die Ware wieder ins Regal stellen. Klingt absurd, ist aber von amerikanischen Wissenschaftlern erforscht, nachgewiesen und mit dem Namen "ass-brush-factor" benannt worden, so die Verbraucherzentrale. Auch die Produktplatzierungen folgen einem ausgeklügeltem System: Teures findet sich bequem auf Augenhöhe, wer billige Produkte will, muss sich bücken. Neben Produkten für den Alltagsbedarf stehen teure "Impulswaren". Also Dinge, die man nicht unbedingt braucht und an denen der Markt besonders viel verdient.

Die größte Kauffalle ist der Kassenbereich

Hat man seinen Einkaufslaster endlich Richtung Kasse bewegt, erfolgt die letzte Attacke von Kaufanreizen, während wir in der Warteschlange stehen: Bunte Regale mit netten Kleinigkeiten und Süßigkeiten verlocken zum Kauf. Dieser Bereich ist einer der wichtigsten im ganzen Supermarkt, dort wird bis zu zehnmal soviel Umsatz gemacht, wie im Rest des Ladens. Zielgruppe sind die Kinder der Kunden, die dann lautstark die Eltern zum Kauf der Süßigkeiten bewegen. Nicht ohne Grund heißen die Produkte an der Kasse im Verkäuferjargon "Quengelware".

Was gegen die Tricks hilft

Seien Sie kritisch bei Kombiplatzierungen. Die Dosentomaten bei den Nudeln sind bestimmt teurer, als die Tomaten aus dem Konservenregal. Beim Betrachten der Regale lassen Sie Ihren Blick besser von rechts nach links schweifen. Von Natur verweilt unser Blick nämlich eher auf der rechten Seite - weshalb dort die teureren Produkte platziert werden. Den Einkaufswagen lässt man auch besser stehen. Plant man keinen Großeinkauf, sollte man einen Korb nutzen. Der verhindert durch das zunehmende Gewicht, dass unnötige Waren dazugepackt werden. Auch das Bedürfnis einen großen, leeren Wagen vollzupacken, können Sie so vermeiden.

Bei Prüfzeichen das Datum beachten

Kritisch sollten Sie bei Prüfzeichen von Stiftung Warentest oder Ökotest sein. Sie lassen uns fast automatisch zugreifen. Prüfen Sie besser das Datum des Tests. Desto länger die Untersuchung her ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass inzwischen bessere Produkte auf den Markt gebracht wurden. Sind Sie mit Kindern unterwegs, sprechen Sie vorher mit ihnen ab, ob sie sich eine Kleinigkeit aussuchen dürfen. Bei einem Nein erklären Sie Ihre Gründe. Kinder verstehen deutliche Ansagen besser als ein unbegründetes Nein. Gibt es eine süßwarenfreie Kasse, unbedingt diese wählen.

Selber kassieren lenkt ab

Und apropos Kasse: Hier lässt uns auch die Langeweile noch eben eine Kleinigkeit auf das Kassierband packen. Da empfiehlt sich Ablenkung und sei es der Blick auf das Smartphone. Das könnte man da ohnehin schon in der Hand haben, weil man es während des Einkaufs als Taschenrechner genutzt hat. Das Mitrechnen hilft besonders gut, überflüssige Spontan-Käufe zu vermeiden. Alternativ kann man auch Selbstbedienungs-Kassen nutzen. Kostet zwar mehr Zeit, dafür hat man keine Hand für Schnickschnack frei. Ist man selbst der Kassierer, hat man zudem noch die Chance, Überflüssiges doch wieder wegzupacken. Oft realisiert man ja erst beim Anblick auf dem Band, was man alles mitgenommen hat.

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