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Verbraucherschützer: Hersteller tricksen bei Folgekosten

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Verbraucherschutz  

Teurer Trick der Hersteller

23.11.2006, 11:35 Uhr | sum, t-online.de

Allerorts verführen Sparangebote den Kunden zum Kauf. Doch der billige Drucker wird schnell aufgrund der hohen Preise für Ersatzpatronen als kostspielige Anschaffung entpuppen. Dasselbe gilt für Kaffeemaschinen, die den schnellen Genuss mit Pads versprechen. Die Geräte sind relativ günstig, die Portionskaffees dagegen teuer. "Die Hersteller führen die Verbraucher in die Irre", sagt Christian Thorun, Referent für Handel beim Bundesverband der Verbraucherzentralen. Dem Kunden werde suggeriert, dass ein Produkt sehr günstig ist, ohne auf die Folgekosten hinzuweisen. Auch das Rasieren kommt Männer teuer zu stehen - die Ersatzklingen sind oftmals teuerer als der Nassrasierer selbst. Lesen Sie hier, mit welchen Tricks die Hersteller arbeiten.

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Verbraucher sitzen in der Tinte

Was den Preis angeht, ist Druckertinte ein wahres Luxusprodukt - sie kostet mehr als edles Parfum. Während der Kunde bereits einen guten Drucker für rund 100 Euro bekommt, kosten Einsatzpatronen von Druckerhersteller zwischen 35 und 80 Euro. Der Tintenpreis überholt oftmals schon nach einem halben Jahr den Anschaffungspreis des Gerätes. Die Alternative sind laut Stiftung Warentest preisgünstigere Patronen von anderen Anbietern wie Pelikan, Geha, KPM oder JetTec. Denn diese seien bis zu 80 Prozent billiger.

Beschwerden gegen Druckerhersteller

Doch Vorsicht: Viele Markenhersteller bauen inzwischen Chips in ihre Drucker ein, die nur die Originalpatronen akzeptieren. Diesbezüglich gingen bereits Beschwerden bei den Verbraucherzentralen der Länder ein. "Dieses Vorgehen ist aus kartellrechtlicher Sicht äußerst bedenklich, denn dem Verbraucher wird die Chance genommen, sich für einen günstigeren Anbieter zu entscheiden", sagt Thuron. Er empfiehlt deshalb, sich vor dem Kauf eines Druckers in Test-Heften über Alternativen zu informieren oder im Internet, z.B. bei onComputer:

Nicht nur auf Anschaffungskosten achten

Ähnlich verhält es sich mit Spielsachen. Kleine Mädchen lieben bekanntlich Barbies und kleiden diese gerne neu ein. Doch zum Schrecken der Eltern kostet ein einzelnes Puppenkleidchen oftmals so viel wie eine neue Puppe. Nicht nur vom Spielezubehör profitieren die Hersteller, auch bei ganz alltäglichen Dingen sahnen sie ab. So muss man für ein Achterpack Rasierklingen für einen Marken-Nassrasierer zwischen 20 und 30 Euro investieren - die Klingen kosten oftmals doppelt so viel wie der Apparat selbst. Das gilt auch für Staubsaugerbeutel - für zehn Beutel blättert der Kunde bis zu 14 Euro hin. "Ich kann allen Kunden nur raten, nicht nur die Anschaffungskosten zu beachten, sondern auch die Gebrauchskosten", sagt Thuron, "das gilt vor allem bei Alltagsgegenständen mit hohen Verschleiß".

Teures Kaffeevergnügen

Sehr beliebt sind derzeit Kaffeemaschinen, die mit Pads – also Kaffee abgepackt in kleinen, bunten Kapseln oder Beutelchen - funktionieren. Die Geräte sind relativ preiswert, es gibt sie schon ab 60 Euro. Als recht teuer entpuppen sich dagegen die zugehörigen Pads - pro Tasse kosten sie drei- bis viermal soviel wie eine Tasse Filterkaffee. Alternativ gibt es allerdings wesentlich günstigere Pads in den Discountern. Die Portionskaffees von Aldi gingen bei einem Kaffeepad-Test der Stiftung Warentest als Sieger hervor.

Ausdruck der "Geiz-ist-Geil"-Mentalität?

Die Ursache für das Vorgehen der Hersteller liegt für Thuron auf der Hand: "Die Produkte werden billig angeboten und später holen sich die Hersteller durch das teure Zubehör zurück, was sie vorgestreckt haben", erklärt er. Für den Experten ist dies Ausdruck der "Geiz-ist-Geil-Mentalität". Denn für viele Kunden zähle nur der Preis. Das würde die Hersteller dazu zwingen, ihre Produkte immer günstiger zu verkaufen. Aus Sicht des Verbraucherschutzes findet der Experte es sinnvoll, "dass die Hersteller eine Selbstverpflichtung eingehen, ihre Geräte zu einem angemessenen Preis zu verkaufen". Dann würden sie wieder an ihrem Produkt verdienen und könnten das Zubehör dementsprechend günstiger anbieten.

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