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Verbraucherschutz: Supermärkte im Pestizid-Vergleich

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Supermärkte im Pestizid-Vergleich

01.11.2007, 19:40 Uhr | Johanne Winterroth

Gemüse im Supermarkt (Foto: Archiv)Gemüse im Supermarkt (Foto: Archiv)Obst und Gemüse bei Rewe, Edeka und Kaiser´s Tengelmann ist am stärksten mit giftigen Pestiziden belastet. Dort wurden die gesetzlichen Grenzwerte drei- bis fünfmal häufiger überschritten als bei den anderen Supermarktketten. Dies zeigt das aktuelle Supermarkt-Rangliste von Greenpeace.













Die Ergebnisse Supermarkt-Rangliste
Elf Krankmacher Vorsicht bei diesen Lebensmitteln

Ein Viertel der Proben mit "nicht empfehlenswert"

Hierfür wurden im Herbst vergangenen Jahres 576 Proben Obst und Gemüse aus deutschen und österreichischen Supermärkten im Labor auf Pestizide untersucht. Getestet wurden Äpfel, Trauben, Pfirsiche und Nektarinen, Mango und Papaya, Tomaten, Paprika, Kopfsalat und Rucola aus konventionellem Anbau. Diese kamen sowohl aus Deutschland als auch Südeuropa. Insgesamt wurde ein Viertel der untersuchten Proben auf Grund des Spritzmittelanteils als "nicht empfehlenswert" eingestuft.

Obst von Lidl und Aldi am geringsten belastet

Innerhalb des Rankings sind bei Lidl und Aldi die geringsten Pestizidrückständen nachgewiesen worden. Noch 2005 war das Obst von Lidl am stärksten mit Pestiziden in seinem Obst- und Gemüseangebot belastet. Daraufhin verschärfte der Konzern die Kontrollen und wies seine Lieferanten an, die Spritzmittelbelastung auf maximal ein Drittel der gesetzlichen Höchstmengen zu senken. Außerdem wurden stark belastete Produkte wie Johannisbeeren oder Tafeltrauben vorübergehend aus dem Sortiment genommen oder nur noch als Bioprodukt angeboten. Auch wenn die Pestizidbelastung bei Aldi und Lidl geringer ist als bei den anderen untersuchten Supermarktketten, so ist "kein Angebot der Supermärkte befriedigend", sagt Manfred Krautter, Chemieexperte von Greenpeace. Nur 16 Proben waren frei von Pestiziden.

Illegal gespritzt

Bei zwölf Prozent des heimischen Obstes und Gemüses haben die Umweltschützer illegale Pestizide gefunden. Betroffen waren vor allem Äpfel, Rucola, Kopfsalat und Tomaten. Greenpeace geht davon aus, dass die Erzeuger illegale Pestizide gespritzt haben und hat in diesen Fällen bei den zuständigen Behörden Strafanzeige erstattet. "In vielen Fällen sind Rückstände nicht völlig vermeidbar. Wenn Greenpeace bei seinem Test mehr Rückstände findet als in den Vorjahren, dann hängt das mit den verbesserten Analysemethoden zusammen", erklärt Volker Koch-Achelpöhler vom Industrieverband Agrar e.V. Weiterhin beanstandet Koch-Achelpöhler, dass einzelne aus dem Sortiment genommene Produkte die Rangliste der Supermärkte deutlich verändern. " Verlässliche Angaben liefert die Bewertung also nicht."

Greenpeace empfiehlt Bioprodukte

Im Bio-Anbau wird auf künstliche Spritzmittel verzichtet, daher sind Rückstände hier eine Ausnahme. Außerdem empfiehlt Greenpeace saisonale Produkte zu kaufen. Denn die Pestizidbelastung schwankt je nach Jahreszeit. So haben importierte Früherdbeeren, die von Januar bis Mai angeboten werden, eine höhere Belastung als die im Juni geernteten heimischen Erdbeeren.

Wirrwarr bei Grenzwerten

Es gibt zwei unterschiedliche Werte zur Pestizidbelastung. Eine ist die Referenzdosis. Sie setzt sich aus den Verzehrgewohnheiten der Verbraucher und dem Körpergewicht zusammen. Es ist die Menge einer Substanz, die ohne Risiko von einem Menschen aufgenommen werden kann. Der andere ist der Grenzwert vom Gesetzgeber. Dieser Wert setzt sich aus der Pestizidbelastung je Kilogramm Obst oder Gemüse und aus der Art und Weise, wie Spritzmittel eingesetzt werden zusammen.

Supermärkte zeigen Eigeninitiative

Der Konzern Rewe hat auf die Diskussion in den Medien reagiert und eine verbindliche Forderung an seine Lieferanten gestellt: Zukünftig dürfen Rückstände 70 Prozent der gesetzlich vorgeschriebenen Höchstmenge nicht überschreiten. Zudem darf die Akute Referenzdosis bei Obst und Gemüse nicht mehr überschritten werden. "Halten die Händler diese Vorgaben nicht ein, drohen Sanktionen bis hin zur dauerhaften Auslistung", erklärt Andreas Krämer, stellvertretender Pressesprecher der Rewe Group gegenüber t-online.de. Von der Unternehmensgruppe Tengelmann und von Edeka gibt es noch keine Stellungnahme zu den Ergebnissen.

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