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Speiseeis: Sorgt das Eis für den stechenden Schmerz?

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Speiseeis  

Warum Eis essen im Kopf schmerzt

11.08.2015, 11:26 Uhr | AFP, t-online.de

Speiseeis: Sorgt das Eis für den stechenden Schmerz?. Sorgt das Eis für den stechenden Schmerz im Kopf? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sorgt das Eis für den stechenden Schmerz im Kopf? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Was wäre ein Sommer ohne Eis? Gemütlich im Café sitzen, einen Eisbecher löffeln, oder einfach ein Stileis schlecken. Keine Frage: Der zarte Schmelz sorgt bei Jung und Alt für Gaumenkitzel und gute Laune. Doch warum bekommen viele nach dem Genuss Hustenanfälle oder Zahnschmerzen? Ist daran wirklich das Eis schuld? Häufige Eis-Mythen unter der Lupe.

Eisiger Schmerz durch Kältereiz?

Eis hat nicht nur positive Auswirkungen auf den Körper. Es kann zu Zahnschmerzen führen. Die Zahnnerven reagieren auf das kalte Eis oft mit Schmerzen, da sie durch Temperaturreize aktiviert werden. Zähne, die durch Karies bereits geschädigt sind, reagieren besonders empfindlich auf den Kältereiz. Genauso verhält es sich mit dem Husten nach dem Eis. Der Reflex wird ebenfalls durch Temperaturreize wie Kälte aktiviert.

Verschiedene Studien gezeigt, dass es nach dem Genuss von Eis zu einem stechenden Kopfschmerz kommen kann. Auch eiskalte Getränke können diese Beschwerden auslösen. Dieser kurze, intensive Kopfschmerz wird möglicherweise durch einen plötzlichen Kältereiz am Gaumen verursacht, bei dem auch die Kopfmuskeln und Gefäße verkrampfen.

Eis nicht gegen den Gaumen drücken

Normalerweise ist dieser Kälte-Kopfschmerz jedoch nicht weiter schlimm und geht schnell vorüber. Bei Migränepatienten kann der Kältereiz allerdings einen Anfall auslösen. Vorbeugend hilft, das Eis so wenig wie möglich gegen den Gaumen zu drücken. Auch für Allergiker stellt der coole Genuss ein gewisses Risiko dar. Sie sollten daher darauf achten, welche allergenen Substanzen - beispielweise Nüsse oder Aromastoffe - in den jeweiligen Eissorten enthalten sind.

Eis schädlich für den Bauch?

Unbegründet ist jedoch die Angst, dass die kalten Schleckerei schlecht für den Bauch sei. Da sich das Eis im Mund sofort erwärmt, ist es, im Magen angekommen, nur wenige Grad kälter als die normale Körpertemperatur.

Kalorienbombe - das muss nicht sein

Eis ist kein Dickmacher, wenn man es in Maßen genießt: 75 Gramm Speiseeis liefern als Eiscreme 150, als Fruchteis 100 und als Milchspeiseeis 95 Kalorien. Insbesondere das Milchspeiseeis enthält Mineralstoffe wie Kalzium, Vitamine und Eiweiß - also alle Nährstoffe der Milch. Wird auf Sahne, Nüsse und Schokolade verzichtet, können Kalorien gespart werden. besonders Wasser- und Fruchteis enthalten kaum Fett. Doch aufgepasst: Hinter Erdbeer-Eis aus der Tiefkühltruhe kann auch fettreiches Sahne- oder Creme-Eis mit Fruchtzusätzen stecken. Ein Blick auf die Nährstofftabelle lohnt sich. Viele Eissorten am Stiel enthalten deutlich mehr als 200 Kilokalorien. Beispiele hierfür sind Nogger, Cornetto Haselnuss oder Magnum.

Überleben Salmonellen im Eis?

Viele denken, dass durch die niedrigen Temperaturen im Eisfach oder der Tiefkühltruhe Salmonellen abgetötet werden. Dies ist ein weit verbreiteter Irrglaube, durch den sich jedes Jahr viele Menschen mit den gefürchteten Krankheitserregern infizieren. Zwar können sich die Keime im gefrorenen Zustand nicht vermehren, sie sind aber dennoch vorhanden: Das Tückische: Kaum ist das Eis geschmolzen, vermehren sich die Erreger rasant. Besonders hoch ist diese Gefahr bei Softeis aus der Maschine an der Straßenecke.

Nicht jedes Eis ist echte Eiscreme

Das fertige Speiseeis, das man im Supermarkt kaufen kann, hat nicht immer die gleiche Qualität wie von der Eisdiele. Viele Eisfabrikanten verwenden Palmfett statt Milchfett, da es billiger ist. Achten Sie beim Kauf darauf, dass "Eiscreme", nicht "Eis" auf der Verpackung steht. Denn in der "Eiscreme" müssen wie beim Eis von der Eisdiele mindestens 10 Prozent Milchfett enthalten sein.

Klassiker sind immer noch beliebt

Die Lieblingssorte der Deutschen ist nach wie vor Vanille, dicht gefolgt von Schokolade und Erdbeere. Auch die nachfolgenden Plätze, belegt mit Stracciatella und Haselnuss, zeigen, dass in Deutschland noch immer die klassischen Sorten am beliebtesten sind. Doch für die Experimentierfreudigen gibt es jedes Jahr auch neue Sorten wie "Aprikose-Lavendel" oder "Schoko-Ingwer".

Wer hat das Eis erfunden?

Übrigens waren nicht, wie oftmals angenommen, die Römer die Erfinder des Speiseeis. Bereits vor 2000 Jahren stellten die Chinesen Speiseeis aus Schnee, Milch und Früchten her und auch die alten Griechen verfeinerten den Schnee mit Honig, Fruchtsäften und Wein. Marco Polo brachte die Rezeptur Ende des 13. Jahrhunderts aus Asien mit nach Venedig. Von dort verbreitete sich das Eis über ganz Europa.

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