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Schlachtabfälle als Lebensmittel verkauft

17.04.2008, 11:54 Uhr | bri/dpa

Kann man Fleisch noch trauen? (Foto: imago)Kann man Fleisch noch trauen? (Foto: imago)Wieder haben Fleischhändler Schlachtabfälle in den Umlauf gebracht. Eine Firma in Würzburg hat Abfälle aus Rinderhäuten, Schweinsborsten, Hufe und Bestandteile von Federn umetikettiert und illegal als Lebensmittel verkauft. Kontrolleure des Veterinäramtes Würzburg sind dem Betrieb auf die Schliche gekommen und haben ihm bereits die Zulassung entzogen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der missbräuchlichen Nutzung von Handelspapieren. Der Geschäftsführer der Firma bezeichnet den Vorfall als Versehen.

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"Fahrlässiger Verfahrensfehler"

"Es war unabsichtlich", sagte Markus Faißt von der Ein- und Verkaufsgenossenschaft der Metzgermeister (Evgedem) in Würzburg. Faißt sprach von einem fahrlässigen Verfahrensfehler, wodurch etwa 170 Rinderhäute nicht als sogenanntes K3-Material deklariert worden seien, das nur als Tierfutter verwendet werden darf. Ein Mitarbeiter habe die Fleischabfälle zur Herstellung von Speisegelatine verkauft,. Die Ware sei nach Baden-Württemberg geliefert worden.

Behörden: Kein Gesundheitsgefahr

Am 16. April war bekanntgeworden, dass der seit mehr als 100 Jahren in Würzburg ansässige Betrieb die Abfälle illegal als Lebensmittel veräußert hat. Eine Gesundheitsgefahr bestand nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen aber nicht. Bei der Firma waren bei einer Routinekontrolle des Veterinäramtes Auffälligkeiten festgestellt worden. Dem Betrieb wurde daraufhin die Zulassung unter anderem für den Handel mit K3- Material entzogen.

Firme handelt mit Schlachtabfällen

Die betroffene Firma handelt laut Angaben der Behörden unter anderem mit Rinderhäuten, die als K3-Material eingestuft werden. Solche Schlachtabfälle, zu denen auch Hufe, Hörner, Schweinsborsten und Federn gehören, sind nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt. Sie müssen nach den Vorschriften der EU unverzüglich abgeholt und entsprechend gekennzeichnet werden. Je nach Material müssen K3-Abfälle verbrannt oder zu Tierfutter verarbeitet werden.

Alte Ware neu verscherbelt

Erst im Februar kam in Sachsen-Anhalt ein Fall ans Licht, bei dem ebenfalls Ware umetikettiert wurde. In einer Lagerhalle im Harz hatten Behörden tonnenweise Lebensmittel gefunden, deren Haltbarkeitsdatum schon seit Jahren abgelaufen war. Insgesamt handelte es sich um 150 Tonnen Obst- und Gemüsekonserven, Getränkepulver, Wurst und Fleisch und sogar Babynahrung. Das Haltbarkeitsdatum einige Lebensmittel war teilweise schon seit 1998 abgelaufen, ein Teil der Ware gelangte auch in den Handel. Der Händler hatte einfach das alte Etikett abgeätzt und ein neues auf die Dosen geklebt.

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