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Lebensmittelhygiene: Keime und Nitrat im Spinat

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Gefährliche Keime und Nitrat im Spinat

25.04.2008, 09:39 Uhr | ug

Verbraucher und Lebensmittel: Tiefkühlspinat im Test: Nicht alle Produkte im grünen Bereich. (Foto: imago)Tiefkühlspinat im Test: Nicht alle Produkte im grünen Bereich. (Foto: imago)17 Rahmspinat- und 12 Blattspinatprodukte aus der Tiefkühltruhe hat die Stiftung Warentest getestet. Das Ergebnis ist wenig appetitlich: In drei Produkten fanden die Tester Listerien. "Diese Keime geraten oft über Tierkot in die Nahrung des Menschen", heißt es in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Test". Zudem enthält etwa jeder dritte Rahmspinat Nitrate. Ein Hersteller mogelt zudem bei den Inhaltsstoffen und deklariert sein Produkt als Rahmspinat, obwohl er in Milch gerührte ganze Blätter enthält. Immerhin gibt es auch gesundes und ungefährliches Grün aus der Truhe - darunter zahlreiche Billigmarken.

Keime töten durch Erhitzen

In Rahmspinat von Börde Feinkost, Plus und Tip entdeckten die Tester die gefährlichen Listerien. Sie können bei geschwächten oder älteren Menschen zu Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen führen. Oft steige mit der unsauberen Herstellung das Listerien-Risiko, so die Tester. Erhitzt man Tiefkühlspinat jedoch mindestens zwei Minuten lang über 70 Grad Celsius, werden die gefährlichen Keime abgetötet. Darauf sollten Schwangere besonders achten: Die Keime können zu Infektionen des Kindes führen und gar Fehlgeburten auslösen. Bei einem gesunden Menschen verläuft eine Infektion mit Listerien etwa wie eine Grippe mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen.

Nitrate im Rahmspinat

Zusätzlich vergaben die Tester Punktabzüge für fünf Rahmspinatprodukte, die reichlich Nitrat enthalten. Gefährlich wird Nitrat, wenn es mithilfe von Bakterien beim Lagern zu Nitrit wird. Dann können sich im Körper krebserregende Nitrosamine bilden. Entwarnung gaben die Tester für Blattspinat: Alle Tiefkühlprodukte waren unbelastet. Vor allem Bioprodukte überzeugten im Labortest. Die Hersteller von Biospinat müssen ohne Nitrat, Blei, Kadmium und Pestizide auskommen, so schreibt es zumindest die EU-Ökoverordnung vor.

Mogeleien auf der Packung

Allerdings kritisieren die Tester bei dem Bioprodukt von Bioline etwas anderes: Es ist laut Packungshinweis "ohne Zusätze" hergestellt. Tatsächlich wird aber ein Verdickungsmittel verwendet, wie die Laboruntersuchung ergab. Auch bei einem Rahmspinat schummelt dieser Hersteller: Statt einem Schuss Sahne beziehungsweise Rahm enthält er Milch, in der sich statt zerkleinertem Spinat ganze Blätter befinden. Somit handelt es sich gar nicht um Rahmspinat, so die Tester. Denn dieser muss mindestens acht Prozent Sahne mit einem Fettgehalt von mindestens zehn Prozent enthalten. Umgekehrt gilt beim Blattspinat aus der Tiefkühltruhe: Nicht gehackte oder geschnittene, sondern überwiegend ganze Blätter sollten hier in der Packung stecken. Die Sorten "BioBio" von Plus, "Naturkind" von Kaiser's Tengelmann und "Natural Cool" von Demeter bestehen meist aus Blattteilen.

Muffiger, brauner Brei mit Sand

Neben dem Laboruntersuchung kontrollierten die Tester den Geschmack und Geruch aller Spinatprodukte. Besonders negativ fiel dabei der Blattspinat von Frenzel auf. Die Kritikpunkte: Viele braune Blätter, modriger Geruch und der erdige, teils sandige Geschmack machen dieses Produkt "ungenießbar". Auch bei dem Blattspinat von Gartenkrone (Aldi Süd), "Green Grocer's" (Lidl) sowie "Finefood" verdirbt knirschender Sand zwischen den Zähnen den Geschmacksprüfer den Appetit.

Popeyes liebstes Grün

Ob frisch oder aus der Truhe: Spinat hat den Ruf, stark zu machen – nicht von ungefähr. Zwar ist der Eisengehalt nicht ganz so hoch wie ursprünglich angenommen. Dennoch enthält Spinat eine Fülle an Nährstoffen, wie zum Beispiel Polyphenole und Carotinoide, B-Vitamine, Eisen, Magnesium und Zink. Damit gehört es zu den mineralstoffreichsten Gemüsearten – und zu den kalorienärmsten: 100 Gramm Blattspinat enthalten gerade einmal 15 Kilokalorien und kein Fett. Zum Vergleich: Die gleiche Menge Rahmspinat schlägt je nach Produkt mit 40 bis 65 Kilokalorien und zu Buche.

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