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Salat: Fertigsalate enthalten oft Keime und bakterien

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VERBRAUCHER-TIPPS | SALATE  

Keimalarm bei Fertigsalaten

20.05.2008, 11:52 Uhr | cme

Fertigsalate: Zum Mindesthaltbarkeitsdatum oft unappetitlich (Foto: ddp)Fertigsalate: Zum Mindesthaltbarkeitsdatum oft unappetitlich (Foto: ddp)Wer putzt schon gerne Salatblätter oder raspelt Rohkost? Abgepackte Salate in Plastikschalen und Beuteln sind praktisch und erfreuen sich daher großer Beliebtheit. Im Handumdrehen ist das vitaminreiche Grünzeug fertig zum Verzehr. Doch die meisten Fertigsalate sind alles andere als appetitlich, zeigt eine Untersuchung der Zeitschrift "Healthy Living". In den Tüten tummeln sich nicht nur zu viele Bakterien. Viele Mischungen enthalten auch matschige Blätter oder riechen muffig. Das Ergebnis: Sieben von neun Mischsalaten, die vor Ablauf des Mindesthaltbarkeits-Datums getestet wurden, erhielten die Note "Mangelhaft" oder "Ungenügend"













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Keine Krankheitserreger, aber jede Menge Keime

Die neun Salatmischungen wurden alle am Tag des Mindesthaltbarkeitsdatums getestet. Bewertet wurden Aussehen und Geruch sowie die mikrobiologische Qualität und der Nitratgehalt. Die positive Nachricht: Der Nitratwert war nur in einem Fall erhöht und Krankheitserreger wie Salmonellen oder Listerien wurden in keinem Salat gefunden. Allerdings war die Zahl natürlicher Keime in fünf Fällen deutlich erhöht, in einigen Salaten wurden auch Hefe- und Schimmelpilze gefunden. Als Richtwert gilt laut Deutscher Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) ein Wert von 50 Millionen Keimen pro Gramm Salat. Am schlechtesten schnitt ausgerechnet der Öko-Mischsalat von Rewe ab: Er enthielt das Vierfache der maximal erlaubten Keimzahl, dazu noch einige Hefepilze.

Niedrige Keimzahl und trotzdem verdorben

Nur zwei Salate erreichten in dem Test die Note "Ausreichend": die "Vier-Jahreszeiten"-Mischung von Schlemmerküche (Edeka) und der "Baby Leaf Mix" von Keltenhof (Feinkostgeschäft). Beide Salate konnten durch eine niedrige Keimzahl punkten. Da die Mischungen muffig und säuerlich rochen und schlappe oder matschige Blätter den Appetit verdarben, reichte es dennoch nicht für eine gute Note. Verantwortlich für den muffigen Geruch könnten natürliche Milchsäurebakterien sein: "Diese werden bei der Laboruntersuchung nicht mit untersucht, da sie fast überall vorkommen", sagt Dr. Anselm Lehrbacher, Lebensmittelmikrobiologe am Institut für Hygiene und Umwelt in Hamburg.

Woher kommen so viele Bakterien?

Dass Fertigsalate sehr viel anfälliger für Keime sind und schneller faulen als frische Ware, hat einen einfachen Grund: Solange die Salatblätter noch intakt sind, haben sie einen natürlichen Schutz gegen Bakterien und Pilze. Werden sie jedoch zerkleinert, bieten sie reichlich Angriffsfläche für Keime, die sich durch das feuchte Klima in den Plastikbeuteln und den an den Schnittflächen austretenden Zellsaft hervorragend vermehren können. Indem kohlendioxidreiche und sauerstoffarme Luft in die Beutel gepumpt und die Packung gekühlt wird, lässt sich der Prozess etwas verlangsamen. Dennoch sind die meisten Mischungen am letzten Tag der angegebenen Mindesthaltbarkeit schon verkeimt.

Das können Verbraucher tun

Wer trotzdem nicht auf abgepackte Salate aus der Plastikschale oder im Beutel verzichten möchte, sollte zumindest darauf achten, dass das Produkt noch deutlich vor dem Verfallsdatum steht. Salate mit matschigen, faulen Blättern oder aufgeblähtem Beutel lassen Sie am besten im Kühlregal liegen. Sie sind ein klares Zeichen dafür, dass sich bereits Gärgase gebildet haben. Der Fertigsalat sollte zu Hause bei sechs Grad Celsius im Kühlschrank gelagert und möglichst schnell gegessen werden. Denn Keime vermehren sich rasant - innerhalb von 36 Stunden haben sie ihre Anzahl verdoppelt. Auch wenn auf der Verpackung steht, dass der Salat bereits gewaschen ist, sollten Sie ihn vor dem Verzehr noch einmal gründlich unter fließendem Wasser säubern: Immerhin lassen sich auf diese Weise bis zu 90 Prozent der Keime entfernen.

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