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Verbraucher: Skandal um europaweit verkauften Faulkäse

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Verbraucher | Käseskandal  

Keine Hinweise auf Gammelkäse in Bayern

05.07.2008, 12:18 Uhr | dpa, afp

Verbraucher: Einfach ekelhaft: Verfaulter Käse landete recycelt in den Regalen. (Foto: dpa)Einfach ekelhaft: Verfaulter Käse landete recycelt in den Regalen. (Foto: dpa)Nach dem Bekanntwerden des italienischen Gammelkäse-Skandals durch die Zeitung „La Repubblica“ haben die Behörden keine aktuellen Fälle in Bayern gefunden. Bei einer Schmelzkäse-Firma im schwäbischen Woringen entdeckten die Ermittler keine Beweise, dass dort Gammelkäse produziert wurde. Vor einer Woche war bekannt geworden, dass 11.000 Tonnen verfaulter Käse mit frischen Produkten vermengt und in den Handel gebracht worden seien. In den Käsesorten Mozzarella, Gorgonzola und Schmelzkäse fanden sich Rückstände von Würmern, Mäusekot, Plastik sowie Farbe. Diese landeten als Frischware europaweit in den Supermarktregalen.

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Proben negativ

Die Auswertung von 23 Proben ergab nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen keinen Hinweis auf eine Gesundheitsgefährdung. "Alle mikrobiologischen Untersuchungen waren ohne Beanstandung", teilte das Amt am Freitag mit. Lediglich drei Proben seien wegen geruchlicher und geschmacklicher Abweichungen beanstandet worden, sie wurden entsorgt.

Verdächtige Firma wieder geöffnet

Der Betrieb in Woringen stand im Verdacht, in den italienischen Gammelkäse-Skandal verwickelt zu sein. Er wurde durchsucht und vorübergehend geschlossen. Die Kontrolleure zogen Proben der dort gelagerten Ware. Die Firma ist inzwischen wieder geöffnet. Die Staatsanwaltschaft Memmingen wertet derzeit noch beschlagnahmte Unterlagen aus

Verfaulter Käse als Frischware in Regalen

Die Zeitung „La Repubblica“ hatte vor zwei Wochen erstmals groß von dem Skandal berichtet, der allerdings schon zwei Jahre zurückliegt. Danach soll eine kriminelle Bande verdorbenen Käse in Italien und Deutschland so aufbereitet haben, dass er als Frischprodukt in Supermärkten verkauft werden konnte. Rund 11 000 Tonnen der neu verpackten Ware sollen in den Handel gelangt sein.

Käse-Abfälle landen in den Regalen

Die Ermittlungen dauerten fast zwei Jahre. Dem Zeitungsbericht zufolge hatte die Polizei ein Dutzend Verdächtiger im Visier, drei von ihnen seien bereits festgenommen worden. An der Spitze des Netzwerks stand ein 46-jähriger Unternehmer aus Sizilien. Die zwischenbehandelten Produkte wurden in Supermärkten und bei Discountern als Frischware verkauft. Mit dem Recycling von Käse-Abfällen, die höchstens noch zu Tierfutter verarbeitet werden sollten, haben die Täter Dutzende Millionen Euro verdient.

Käse aus dem Jahr 1980

Bei ihren Ermittlungen stießen die Beamten auf geradezu widerliche Fundstücke: In mehreren Fabriken fanden sie Käsereste mit Würmern, Maus-Exkrementen, Tinte, Plastik und sogar winzigen Eisenstückchen. Eine "Spezialität" der Bande sei es zudem gewesen, wegen des abgelaufenen Verfallsdatums vom Markt genommenen Mozzarella sowie verfaulte Scheibletten auf neu zu trimmen, erklärten Polizisten. In einer Kühlzelle sei gar Schnittkäse aus dem Jahr 1980 entdeckt worden.

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