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Verbraucherschutz: Kennzeichnungspflicht für Uran im Mineralwasser?

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Uran im Mineralwasser  

Auch Mineralwasser ist mit Uran belastet

17.08.2008, 12:07 Uhr | afp/ali

Verbraucher: Wie hoch ist die Belastung mit Uran im Mineralwasser wirklich? (Foto: Imago)Wie hoch ist die Belastung mit Uran im Mineralwasser wirklich? (Foto: Imago)Nach der Diskussion um Uran im Trinkwasser fordert die Organisation Foodwatch jetzt eine Kennzeichnungspflicht für Uran in Mineralwasser. „Die Verbraucher haben ein Recht auf Information, wie hoch die Belastung von Mineralwasser mit Uran ist“, sagte Foodwatch-Sprecher Andreas Eickelkamp der „Bild am Sonntag“. „Abfüller müssen gesetzlich verpflichtet werden, Angaben über die jeweilige Urankonzentration auf jeder Mineralwasserflasche zu machen.

Studie Wo das Leitungswasser am meisten Uran enthält

Untersuchung belegt hohe Urankonzentration

Wie hoch die Urankonzentration in Mineralwasser ist, zeigt dem Bericht zufolge eine Untersuchung von 600 Sorten durch Professor Ewald Schnug vom Braunschweiger Julius-Kühn-Institut. Teilweise liege der Urangehalt bei über 26 Mikrogramm pro Liter. Zum Vergleich: Für Trinkwasser legte das Umweltbundesamt einen Leitwert von zehn Mikrogramm fest. Für Säuglinge empfiehlt das Bundesamt für Risikobewertung Mineralwasser mit höchstens zwei Mikrogramm Uran pro Liter.

Krebserregendes Uran kann Nieren schädigen

Obwohl Toxikologen warnen, dass das radioaktive Schwermetall Uran auch schon in sehr geringer Konzentration die Nieren schädigen und Krebs auslösen kann, lehnt Arno Dopychai vom Verband Deutscher Mineralbrunnen eine Uran-Kennzeichnungspflicht ab: „Sie ist so überflüssig wie auch bei anderen Lebensmitteln wie Bier, Brot oder Joghurt.“

Uran ist so giftig wie Blei

Uran hat eine ähnlich hohe Giftigkeit wie Blei. Es kann die Leber, die Knochen und das Blut schädigen. Besonders empfindlich reagiert die Niere auf die radioaktive Substanz. Die Filterfunktion der Niere wird erheblich gestört, wodurch es zu einer dauerhaften Störung kommen kann. Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet, da sich das Schwermetall vor allem im wachsenden Knochengewebe leichter anreichern kann.

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