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Essen, das gesund macht - von wegen!

22.08.2008, 17:08 Uhr | bri/afp

Macht Joghurt wirklich gesund? (Foto: Archiv)Macht Joghurt wirklich gesund? (Foto: Archiv)Es ist der Traum der Lebensmittelhersteller: Auf die Packung drucken, dass Joghurt gegen Knochenschwund schützt oder Müsli die Abwehrkräfte stärkt. Aber der Traum scheint zu platzen: Viele solcher Behauptungen über die gesundheitsfördernde Wirkung von Lebensmitteln können nicht wissenschaftlich belegt werden, sagen Experten der EU-Lebensmittelbehörde (EFSA). Die meisten Anträge der Hersteller für derartige Aufdrucke scheitern vor der EU-Behörde. Betroffen ist auch ein von Deutschland angemeldetes Präparat, das angeblich das Immunsystem bei Kindern und Jugendlichen stärken soll.

Antrag abgelehnt

Lebensmittelhersteller dürfen nicht einfach Aussagen wie "stärkt die Abwehrkräfte" auf Verpackungen aufdrucken. All das muss laut EU-Recht wissenschaftlich belegbar sein. Das Gesetz wird derzeit umgesetzt und Hersteller beantragen deshalb diese sogenannten "Health-Claims" (Gesundheitsaussagen) bei der EFSA. Jetzt hat die EU-Behörde ihre Stellungnahmen zu den ersten Anträgen veröffentlicht: Nach Prüfung der ersten acht von fast 230 Anträgen rät die EFSA in sechs Fällen davon ab, den Herstellern entsprechende Werbeaussagen zu erlauben.

Auch deutsches Produkt sollte gesund machen

Auch ein von deutschen Behörden zur Prüfung vorgelegtes Präparat fiel bei der EU-Behörde durch. Es besteht aus fermentierten Früchten, Nüssen und Gemüse. Das Mittel solle das Immunsystem während der Wachstumsphase "unterstützen, stimulieren und modulieren", behauptete der Hersteller. Jedoch Wirkungsstudien mit dem Produkt gebe es nicht. Ein Zusammenhang zwischen der Einnahme des Präparats und der vom Hersteller behaupteten Wirkung könne nicht hergestellt werden, folgerte das zuständige EFSA-Gremium.

Keine Beweise für Schlankmacherprodukt

Auch ein Produkt aus Österreich fiel durch: Ein Hersteller wollte für sein Präparat aus Soja und Leinsamen damit werben, dass es bei der Knochenbildung helfe und das Osteoporose-Risiko mindere. Ein französischen Produkt mit Linolsäure und Kakao sollte angeblich das Bauchfett schmälern, ein weiteres mit Hilfe von Kakteenblättern die Blutfettwerte senken - doch auch das ließ sich nicht belegen. Der irische Milchverband konnte die EFSA auch nicht überzeugen: Die Iren wollten dafür werben, dass Milchprodukte die Zahngesundheit verbessern und die Entwicklung des Kindes fördert.

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