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Pestizide: Real nimmt Petersilie aus dem Handel

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Pestizide  

Real nimmt Petersilie nach Pestizid-Fund aus Verkauf

29.10.2009, 14:37 Uhr | AFP/cme

Pestizide: Getrocknete Petersilie enthielt Giftstoffe. (Foto: imago)Getrocknete Petersilie enthielt Pestizide. (Foto: imago)Nach dem Nachweis einer zu hohen Belastung mit Pestiziden hat die Supermarkt-Kette Real den Verkauf der betroffenen getrockneten Petersilie gestoppt. Das Gewürz der Eigenmarke "Tip" sei aus bundesweit 340 Real-Filialen genommen worden, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Real selbst überprüfe seine Produkte ständig, habe bei der betroffenen Petersilie bisher aber keine Überschreitung der Grenzwerte für Pestizide feststellen können. Zugleich sagte der Sprecher, die Supermarkt-Kette ziehe die von Greenpeace festgestellten Werte nicht in Zweifel.

Real will den Fall prüfen

Real brauche für eine abschließende Bewertung aber noch weitere Detail-Angaben zu der betroffenen Probe. Die Supermarktkette wolle Kontakt zu dem betroffenen Lieferanten aufnehmen. Um wen es sich bei dem Lieferanten handelt und woher die Petersilie stammt, wollte der Sprecher nicht mitteilen.

Paprika und Curry besonders häufig belastet

Insgesamt wurden im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace 44 Proben Petersilie, Schnittlauch, Curry- und Paprikapulver - davon sieben aus biologischem Anbau - untersucht. Sie stammten aus Filialen der sechs führenden deutschen Supermarktketten in Berlin, Hamburg, Köln, München und Frankfurt am Main. Greenpeace stufte fast die Hälfte aller Proben von getrockneten Kräutern und Gewürzen aus konventionellem Anbau als "nicht empfehlenswert" ein. Sie enthielten Pestizide mit besonders gefährlichen Eigenschaften. Dazu zählen beispielsweise Substanzen, die Krebs erregend sind oder Schäden an Nerven oder Erbgut verursachen können. Der gesetzlich festgelegte Grenzwert wurde allerdings nur im Fall Metro überschritten.

DDT in Curry nachgewiesen

"Mit einer Prise Paprika oder Curry, wie sie auf der Currywurst landet, streut man sich einen Giftcocktail von bis zu 20 verschiedenen Chemikalien aufs Essen", kommentierte Manfred Straten, Chemie-Experte bei Greenpeace, das Ergebnis. In einer Curry-Probe sei sogar das in der EU verbotene Pestizid DDT nachgewiesen worden. Das Pestizid darf seit den 70er Jahren nicht mehr in der EU eingesetzt werden.

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