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Verbraucherzentrale Hamburg entlarvt versteckte Preiserhöhungen

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Verbraucherzentrale  

Hier gibt es weniger Inhalt zum gleichen Preis

22.03.2010, 10:17 Uhr | tze

Verbraucherzentrale Hamburg entlarvt versteckte Preiserhöhungen. Mogelpackungen: 25 Prozent Preiserhöhung bei Kerrygold Original Irische Halbfettbutter (Foto: Verbraucherzentrale Hamburg

Mogelpackungen: 25 Prozent Preiserhöhung bei Kerrygold Original Irische Halbfettbutter (Foto: Verbraucherzentrale Hamburg

Ein Päckchen Butter sind 250 Gramm - damit konnte man fest rechnen, sowohl beim Einkaufen, als auch beim Kochen und Backen. Aber darauf darf man sich nicht länger verlassen. Der Hersteller verpackt die "Kerrygold"-Halbfettbutter neuerdings in 200-Gramm-Behältern, die zum selben Preis verkauft werden wie zuvor das 250-Gramm-Päckchen. Der Kunde zahlt also 25 Prozent mehr. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat seit Anfang des Jahres weitere versteckte Preiserhöhungen entlarvt, die wir in der Foto-Show im Infokasten zeigen.

Pickel-Creme plötzlich doppelt so teuer

Dass Produkte aus dem Supermarkt billiger oder teurer werden, ist ein Naturgesetz des Marktes. Doch der Verbraucher fühlt sich zu Recht getäuscht, wenn die vertraute Packung weniger Inhalt und mehr Luft enthält, oder wenn die Packungsgröße kaum merklich schrumpft und der Preis gleich bleibt. Seit Jahren dokumentiert die Verbraucherzentrale Hamburg solche Fälle. Versteckte Preiserhöhungen von 20 oder 30 Prozent sind keine Seltenheit. Das bisherige Extrembeispiel entdeckten die Verbraucherschützer im November 2009 bei einem Drogerie-Discounter: "Clerasil Akut Pickel-Creme" wurde mit halbierter Füllmenge zum unveränderten Preis verkauft, also doppelt so teuer.

Verbraucherzentrale: "Methoden werden immer raffinierter"

Verbraucher werden nicht nur mit Mogelpackungen abgezockt. Dies ist streng genommen eine undurchsichtige Verpackung, die um ein Drittel größer ist als die Füllmenge, also mehr Inhalt vortäuscht. So ist es sinngemäß im Eichgesetz definiert. Gemogelt wird auch anders: "Die Methoden der Hersteller werden immer raffinierter", lautet die Bilanz der Verbraucherzentrale Hamburg. So werden versteckte Preiserhöhungen durch veränderte Rezeptur kaschiert oder dem Verbraucher wird vorgegaukelt, dass er mehr hochwertige Zutaten bekommt. Beliebt ist es auch, gleichzeitig die Packung zu verkleinern und den Preis zu senken, oder umgekehrt. Dann muss man den Preis auf 100 Gramm umrechnen, um die Preiserhöhung zu erkennen.

Misstrauen gegenüber neuen Packungen und Rezepten

Misstrauen ist also angebracht, wenn ein Produkt in neuer Verpackung oder mit neuer Rezeptur im Regal steht. Dann lohnt sich ein Blick auf Füllmenge und Preis. Nicht selten wirkt die neue Packung optisch größer, hat aber weniger Inhalt zum gleichen Preis. "Kerrygold Original Irische Halbfettbutter" wird mit "veränderter Rezeptur" beworben und in einer Kunststoffpackung mit Becher verkauft. Die Verbraucherzentrale hat herausgefunden, dass nun ein Prozent weniger Butter enthalten ist und der Inhalt von 250 auf 200 Gramm schrumpfte. Positiv vermerkt wird der Verzicht auf Aromastoffe. Noch ein Beispiel: "Natreen Eistee Pfirsich" wird nun in einer Flasche verkauft, die höher ist, als die bisherige Kartonpackung, aber nur noch 1,25 statt 1,5 Liter enthält.

Immer auf den Grundpreis achten

Wer Geld sparen will, muss beim Einkaufen mehr Zeit und Sorgfalt investieren, denn der Preisvergleich ist komplizierter geworden, seit die EU die Verpackungsverordnung aufgehoben hat. Es reicht nicht, die Packungspreise miteinander zu vergleichen, weil die Füllmengen stark variieren. Um das billigere Produkt zu erkennen oder verdeckte Preiserhöhungen aufzuspüren, muss man den Grundpreis vergleichen. Das ist der Preis, der pro 100 Gramm, pro Kilo, pro 100 Milliliter oder pro Liter angegeben werden muss. Allerdings kritisiert die Verbraucherzentrale Hamburg, dass manche Supermärkte die Grundpreise nicht durchgängig angeben oder unleserlich klein ans Regal schreiben. Außerdem ist der Grundpreis nicht bei Produkten vorgeschrieben, die in Stückzahlen deklariert sind, beispielsweise Toilettenpapier.

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