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Tomaten: Kaum Tomaten ohne Pestizide

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Tomaten  

Kaum noch Tomaten ohne Pestizide

11.05.2010, 14:18 Uhr | AFP/ vdb

Tomaten: Kaum Tomaten ohne Pestizide. Greenpeace: Immer mehr Tomaten sind mit Pestiziden belastet. (Foto: Archiv)

Greenpeace: Immer mehr Tomaten sind mit Pestiziden belastet. (Foto: Archiv)

Wer eine schadstofffreie Tomate kaufen will, muss lange suchen. Immer mehr Tomaten sind mit Pestiziden belastet, so das Ergebnis einer aktuellen Greenpeace-Studie. Enthielten im Vorjahr noch 30 Prozent der roten Früchte keine Pestizide, sind es in diesem Jahr nur noch 3,4 Prozent. In fast allen Proben fanden sich Rückstände. Die gute Nachricht: Sie überschritten die gesetzliche Höchstmenge nicht und waren niedriger konzentriert als in den Vorjahren. Dennoch ist das Ergebnis nicht erfreulich, denn im Labor wurden wahre Gift-Cocktails nachgewiesen. Wer keine pestizidbelasteten Tomaten will, sollte Bio kaufen.

Kleinere Mengen, dafür auf mehr Tomaten

Was die Konzentration der Schadstoffe angeht, sind - so Greenpeace - Tomaten aus Supermärkten und Discountern mit weniger Pestiziden belastet als in den Vorjahren. Bei 52 Proben von Cherry- und Strauchtomaten aus konventionellem Anbau habe es keine Überschreitung der gesetzlichen Höchstwerte gegeben. Die Umweltschützer erkennen "einen Trend zu geringerer Belastung von Gemüse". Was die einzelne Tomate weniger abbekommt, scheint sich dafür auf das gesamte Angebot zu verteilen. Nur Biotomaten sind laut Greenpeace frei von Pestiziden.

"Cocktails aus bis zu elf Pestiziden"

Zwar bekommt die Tomaten kleinere Schadstoffmengen ab, doch diese haben es in sich: "Auf einigen Tomaten finden sich Cocktails aus bis zu elf verschiedenen Pestiziden. Das sind zu viele. Hier müssen die Hersteller noch einiges tun", forderte der Chemieexperte von Greenpeace, Manfred Santen. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge seien gerade diese Mehrfachbelastungen gesundheitlich bedenklich.

Deutschlandweiter Tomaten-Test

Für die Studie kauften Greenpeace-Mitarbeiter Tomaten in Berlin, Hamburg, Bonn, Frankfurt am Main, Leipzig und München. Eingekauft wurde in Supermärkten von Aldi, Edeka, Lidl, Metro, Rewe und Tengelmann/Kaiser's. Die Proben überprüfte ein für die Untersuchung von Pestizidrückständen in Lebensmitteln zertifiziertes Labor auf über 350 verschiedene Rückstände. Auffällige Befunde überprüfte ein zweites Labor.




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