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Bio-Landwirtschaft: Europaweites Biosiegel wird eingeführt

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Bio-Landwirtschaft  

EU führt europaweites Bio-Siegel ein

29.06.2010, 10:33 Uhr | afp/vdb

Bio-Landwirtschaft: Europaweites Biosiegel wird eingeführt. Bio-Landwirtschaft: So sieht das neue EU-Biosiegel aus.

Bio-Landwirtschaft: So sieht das neue EU-Biosiegel aus.

In den Regalen der deutschen Supermärkte finden Verbraucher inzwischen zahlreiche Produkte aus der Bio-Landwirtschaft, die auch entsprechend ausgezeichnet sind. Doch die Vielzahl der Kennzeichnungen ist verwirrend: Mal bedeutet ein Siegel, dass von der Bundesregierung oder der EU vorgegebene und kontrollierte Standards eingehalten werden, mal weist die Kennzeichnung auf die Vorgaben eines speziellen Verbandes hin. Mit der Verwirrung ist ab 1. Juli 2010 Schluss. Dann ist die Kennzeichnung mit dem EU-Biosiegel Pflicht. Das Blatt aus weißen Sternchen auf grünem Grund gilt in allen EU-Staaten. Wir verraten, was die sechs deutschen und das EU-Biosiegel bedeuten.

EU-Bioblatt hat gleiche Standards wie staatliches Biosiegel

Die Standards des neuen Kennzeichens sind grundsätzlich die gleichen wie beim deutschen Biosiegel. Das neue Kennzeichen zeigt auf hellgrünem Hintergrund die zwölf Europasterne, die ein leicht geschwungenes Blatt bilden. Das Logo ersetzt das bisherige EU-Siegel mit einer Ähre im Sternenkranz auf blauem Grund, das in Deutschland nur wenig genutzt wurde. Das deutsche Sechseck-Siegel bleibt. Wie auch beim Staatlichen Biosiegel müssen Produkte, die dieses Siegel tragen, zu 95 Prozent aus ökologischem Anbau stammen.


"Bio nach EG-Öko-Verordnung"

Das wohl bekannteste Biosiegel in Deutschland ist das grüne Sechseck mit der Aufschrift "Bio nach EG-Öko-Verordnung". Diese Verordnung ist die Basis, die eingehalten werden muss, um ein Produkt überhaupt mit dem Zusatz "bio" kennzeichnen zu dürfen. Lebensmittel, die mit diesem Logo versehen sind, dürfen etwa nicht gentechnisch verändert sein, und mindestens 95 Prozent der Zutaten müssen aus Ökolandbau stammen. Antibiotika oder andere künstliche Stoffe im Tierfutter sind ebenfalls verboten und Tiere müssen artgerecht gehalten werden.

Vollständige Bio-Landwirtschaft bei Bioland

Das Bioland-Siegel ist die Kennzeichnung des gleichnamigen Anbauverbandes, der sich für organisch-biologisches Wirtschaften einsetzt. Die Vorgaben für die Kennzeichnung sind strenger als für das deutsche und das europäische Logo. Das ovale Siegel mit dem grünen Schriftzug "Bioland. Ökologischer Landbau" bekommen nur Produkte von Betrieben mit vollständig biologischer Bewirtschaftung. Zudem sind die Vorschriften für Düngung sowie Tierhaltung und -aufzucht strenger. Die Produktinhaltsstoffe müssen komplett aus ökologischer Herkunft sein.


Für das Demeter-Siegel muss der gesamte Bauernhof der Biowirtschaft dienen

Auch der Demeter-Verband schreibt strengere Regeln vor, als die EG-Öko-Verordnung. Wer seine Produkte mit dem weißen "Demeter"- Schriftzug auf orangefarbenem Hintergrund kennzeichnen will, muss biologisch wirtschaften: Der gesamte Bauernhof muss der Biowirtschaft dienen, Tierhaltung ist Pflicht. Das Tierfutter muss zu 100 Prozent biologisch sein und zur Hälfte vom eigenen Hof stammen. Nur absolut notwendige Zusatzstoffe sind erlaubt.



Strenge Richtlinien für Tierhaltung bei Naturland

Ähnlich wie bei Demeter setzt auch Naturland für seine Mitglieder sehr strenge Kriterien an. Die Naturland-Mitglieder legen neben den strengen Richtlinien für Tierhaltung, Düngung und Pflanzenanbau auch großen Wert auf die Einhaltung von Sozialstandards. Das Kennzeichen besteht aus drei grünen Blättern in einem gleichfarbigen Viereck.



Biosiegel für Wein: Ecovin

Auch der Bundesverband ökologischer Weinanbau (ECOVIN) hat ein eigenes Kennzeichen für seine Produkte: Eine stilisierte Weintraube aus sechs blauen Punkten zeigt. Auch hier gehen die Regeln über die EU-Richtlinien hinaus. Ziele sind etwa eine möglichst geringe Gewässer- und Bodenbelastung sowie die Förderung der Pflanzen- und Tierwelt im Ökosystem Weinberg. Neben kunstdünger- und pestizidfrei angebautem Wein gilt das Siegel auch für Trauben, Traubensaft, Sekt und Weinbrand.

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