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Fleisch: Foodwatch kritisiert Sauerstoff-Gemisch bei abgepacktem Fleisch

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Sauerstoff lässt abgepacktes Fleisch saftig aussehen

02.08.2010, 08:31 Uhr | afp/dpa, dpa, AFP

Fleisch: Foodwatch kritisiert Sauerstoff-Gemisch bei abgepacktem Fleisch. Fleisch: Sauerstoff-Gemisch lässt abgepacktes Fleisch saftig aussehen, so die Kritik von Foodwatch. (Foto: dpa)

Foodwatch: Sauerstoff-Gemisch lässt abgepacktes Fleisch saftig aussehen. (Foto: dpa)

Äußerlich saftig, innen ranzig: Weil es genauso frisch und saftig aussieht wie in der Fleischerei, kaufen viele ihr Fleisch abgepackt im Supermarkt. Doch der Schein trügt: Dass Steak und Hackfleisch schlachtfrisch erscheinen, liegt nicht an der Frische des Fleisches, sondern an einem speziellen Sauerstoff-Gas-Gemisch. Das hat die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch herausgefunden und kritisiert den Einsatz dieses Verfahrens.

Sauerstoff macht verpacktes Fleisch länger frisch

Abgepacktes Fleisch aus dem Supermarkt trägt oft den Hinweis "Unter Schutzatmosphäre verpackt". Das heißt, dass den Packungen ein Gasgemisch mit hohem Sauerstoffanteil zugesetzt wurde. An diesem Verfahren übt Foodwatch Kritik: Bei einem Laborttest von 154 Fleischpackungen sei festgestellt worden, dass alle Proben unter der Plastikverpackung eine Sauerstoffkonzentration von 60 bis 85 Prozent enthielten. Der Sauerstoff in der Schutzatmosphäre lässt den Muskelfarbstoff Myoglobin oxidieren. Dadurch bleibt das Fleisch rot und erscheint frisch, so die Verbraucherschützer. Gleichzeitig verliere es durch die Beigabe der Sauerstoff-Mixtur an Zartheit und Saftigkeit. Die Rind- und Schweinefleischprodukte vom Hackfleisch bis zum Schnitzel stammten aus den Kühlregalen von Rewe, Marktkauf (Edeka), Aldi und Lidl.

Flaches Aroma, ranziger Geschmack

"Einziges Ziel ist es, das Fleisch besonders attraktiv, also frisch erscheinen zu lassen, damit es länger und leichter verkauft wird", kritisierte Matthias Wolfschmidt von Foodwatch. Durch die Beigabe des hochkonzentrierten Gases werde das Aroma flacher, die Zartheit und Saftigkeit des Fleisches nehme ab und es werde ranzig, heißt es in einer Stellungnahme des Max-Rubner-Instituts, dem Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel. Foodwatch forderte die Industrie auf, das Sauerstoff-Gemisch nicht mehr zu verwenden.

Supermärkte weisen Vorwürfe zurück

Die Handelsketten wiesen die Vorwürfe indes zurück. Bei der Verpackung von frisch geschlachtetem und zerlegtem Fleisch entstehe kein ranziger Geschmack des Fettgewebeanteils, hieß es demnach bei Lidl. Edeka verwies darauf, dass durch das Sauerstoff-Gemisch die Keimflora unterdrückt werde, dies diene der "Qualitätssicherung".

Kein Gesundheitsrisiko durch Gasgemisch

Nach Angaben des Verbraucherministeriums ist das kosmetische Aufpeppen von frischem Fleisch mit Sauerstoff nicht gefährlich. "Es besteht keine Gesundheitsgefahr, wenn das frisch verpackte Fleisch mit einem bestimmten Gasgemisch angereichert wird. Das Verfahren ist zulässig", teilte eine Ministeriumssprecherin mit. Wenn sich die Beschaffenheit des Fleisches wegen längerer Lagerung aber ändere, müsse dies gekennzeichnet werden.

Fleisch und Kuchen sind länger haltbar

Die Firma Linde, einer der führenden Hersteller von Schutzgasen, wirbt damit, dass nur Gase eingesetzt werden, die auch in der Atemluft vorkommen: Kohlendioxid, Stickstoff und Sauerstoff. Mit Hilfe natürlicher Gase, geeigneter Verpackungsmaterialien und -maschinen verlängere die Schutzatmosphäre die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Rohes, helles Geflügel, das unverpackt zwei bis vier Tage haltbar sei, lasse sich so 16 bis 21 Tage lang frisch halten. Bei gekochtem Fleisch in Scheiben verlängere sich die durchschnittliche Haltbarkeit von maximal vier Tagen auf maximal fünf Wochen. Auch Kuchen halte sich abgepackt statt mehrerer Wochen bis zu einem Jahr, schreibt Linde auf seiner Internetseite.



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