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Essen gehen: Ihre Rechte im Restaurant

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Salat mit Schnecke muss man nicht zahlen

10.08.2010, 12:08 Uhr | afp/t-online, AFP

Essen gehen: Ihre Rechte im Restaurant. Essen gehen: Rechte im Restaurant. (Foto: imago)

Wer im Salat eine Schnecke findet, muss ihn nicht bezahlen. (Foto: imago)

Wer ins Restaurant geht, möchte in entspannter Atmosphäre lecker essen und von netten Kellnern zuvorkommend bedient werden. Das dies oft nicht der Fall ist, haben viele schon am eigenen Leib erfahren: Lange Wartezeiten, unhöfliche Ober, eine kalte Suppe oder Insekten im Salat verderben Gästen häufig den Appetit. Was die meisten Restaurantbesucher nicht wissen: Beim Essengehen muss man sich das nicht bieten lassen. Klicken Sie sich durch - diese Rechte haben Sie im Restaurant.

Salat mit Schnecken verdirbt den Appetit

Ein rohes Steak oder einen runzeligen Salat will kein Gast essen. Am besten ist es, sich über den Mangel zu beschweren. In diesem Fall muss der Wirt den Mangel beheben oder das Essen gegen ein einwandfreies Gericht umtauschen. Das noch rohe Steak muss der Koch also durchbraten, den welken Salat gegen einen frischen austauschen. Findet ein Gast zum Beispiel eine Schnecke im Salat, darf er das Essen ohne Bezahlung zurückgehen lassen. Ist ihm dadurch der Appetit vergangen, muss er auch die noch offenen Menügänge nicht bezahlen. Das entschied das Amtsgericht Burgwedel (Az: 22 C 669/85). Wer allerdings schon Speisen verzehrt hat, muss für diese allerdings zahlen.

Restaurantbesuch ist ein Vertrag mit dem Wirt

Juristisch gesehen handelt es sich beim Restaurantbesuch um einen Vertrag zwischen dem Wirt und dem Gast. Werden bestimmte Vertragsbestandteile nicht erfüllt, entstehen Ansprüche auf Schadensersatz auf beiden Seiten. Wer zum Beispiel einen Tisch reserviert hat und dieser auch nach einer zehnminütigen Wartezeit nicht frei ist, kann Schadenersatz verlangen - etwa die Anfahrtskosten einfordern. Doch auch der Gast geht mit seiner Reservierung eine Verpflichtung ein: Kommt er nicht, hat der Wirt Anspruch auf Schadenersatz. Vorausgesetzt er kann beweisen, dass er Verluste durch das Nichterscheinen des Gastes hatte, weil er etwa andere Gäste abweisen musste.

Nach 30 Minuten muss die Rechnung kommen

Und wie sieht es mit der Wartezeit auf das Essen oder die Rechnung aus? Kommt das Essen erheblich zu spät auf den Tisch, kann der Preis reduziert werden. So musste ein Restaurantbesucher, der mehr als anderthalb Stunden auf sein Essen wartete, 30 Prozent weniger bezahlen. Zu diesem Urteil kamen das Landgericht Karlsruhe (Az: 1 s 196/92) und das Amtsgericht Hamburg (Az: 20 a C 275/73). Eine halbe Stunde Wartezeit muss man als Gast allerdings hinnehmen. Wer auf die Rechnung wartet und diese nach nach 30 Minuten nicht bekommt, darf hingegen gehen - doch nur unter Bedingung, dreimal laut und deutlich nach der Rechnung gefragt haben. Wer geht, sollte aber seine Anschrift hinterlassen, denn sonst macht sich der Gast wegen Zechprellei strafbar.



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