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Lebensmittel: So werden Dickmacher und falscher Schinken gekennzeichnet

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So werden Dickmacher und falscher Schinken gekennzeichnet

07.12.2010, 11:20 Uhr | dpa, dpa

So soll die neue Lebensmittelkennzeichnung in der EU aussehen. (Grafik: dpa)So soll die neue Lebensmittelkennzeichnung in der EU aussehen - Klicken Sie zum Vergrößern aufs Bild. (Grafik: dpa) Dickmacher, Lebensmittelimitate und Allergien auslösende Zutaten in Lebensmitteln sollen im Supermarktregal einfacher zu erkennen sein. Künftig sollen Verbraucher an der Verpackung erkennen, wie viel Zucker in Cornflakes steckt und ob die Pizza mit Analogkäse belegt ist. Die EU-Minister haben neue Regeln für die Kennzeichnung von Lebensmitteln beschlossen. Sie sollen ab 2014 gelten. Hier sind sind die neuen Regelungen der Lebensmittelkennzeichnung im Überblick.

Nährwertliste statt Ampelfarben

Beim Einkauf im Supermarkt können Verbraucher Kalorienbomben dadurch künftig leichter erkennen. Die Hersteller müssen auf Verpackungen die Nährwerte, also den Gehalt an Zucker, Fett, Salz und Kalorien auflisten. Alle Angaben der Nährwerttabelle beziehen sich auf 100 Gramm oder 100 Milliliter des Produkts. Bislang sind die Nährwertangaben freiwillig und erst bei 70 Prozent aller Lebensmittel deklariert. Ernährungsexperten hatten eine Kennzeichnung in Ampelfarben gefordert, allerdings gab es dafür keine Mehrheit in der EU.

Bezug auf ganze Packung statt Portion

In Deutschland wird die Kennzeichnung ergänzt. Schon jetzt geben zahlreiche Hersteller freiwillig Kalorien, Zucker, Fett, gesättigte Fettsäuren und Salz in Prozent der empfohlenen Tagesration an. Als Bezugsgröße soll nun eine Packung, nicht eine Portion dienen.

Koffein wird gekennzeichnet, Alkohol nicht

Bei nicht verpackter Ware, beispielsweise bei Fisch, Eiern oder Erdnüssen, müssen Geschäfte auf allergieauslösende Stoffe hinweisen. Bei koffeinhaltigen Energy-Drinks werden Warnhinweise für Schwangere und Kinder Pflicht. Alkohol soll dagegen nicht gekennzeichnet werden.

Falscher Käse und Schinken muss deklariert werden

Europas Lebensmittelindustrie muss auch falschen Käse, so genannten Analogkäse sowie aus Fleischstücken zusammengeklebtes Schinkenimitat auf der Rückseite der Packung deklarieren. Allerdings findet Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU), dass Begriffe wie "Analogkäse" und "Klebefleisch" nicht deutlich genug sind. "Man hätte das Wort Käseimitat nehmen können", findet die Ministerin.

Verpackungsstätte verschleiert Herkunftsregion

Bei Fleisch soll künftig als Herkunftsnachweis der Ort der Verpackung genannt werden, was aber von der Bundesregierung kritisiert wird. "Mir geht es darum, dass der Verbraucher die Information kriegt, wo die Tiere herstammen und nicht wo das Fleisch verpackt wird", sagte Ministerin Aigner.

Foodwatch: "schallende Ohrfeige für die Verbraucher"

Nach Ansicht der EU-Minister ist mit der Täuschung von Verbrauchern nun Schluss. "Die Informationen auf den Verpackungen werden ausführlicher, leichter verständlich und besser lesbar", sagte Aigner. Dagegen kritisieren Verbraucherschützer die EU-Regeln als zu lasch und irreführend. "Der Beschluss der Minister ist eine schallende Ohrfeige für die Verbraucher", sagte der Vize-Geschäftsführer der Organisation "Foodwatch", Matthias Wolfschmidt der Nachrichtenagentur dpa. Das Ziel, mit transparenten Nährwertangaben
einen Beitrag im Kampf gegen Übergewicht und Krankheiten zu leisten, sei zugunsten der Lebensmittelindustrie geopfert worden.

EU-Parlament muss noch zustimmen

Dem Beschluss muss das Europaparlament noch zustimmen, im Juni 2011 soll entscheiden werden. In den weiteren Beratungen sind noch Änderungen möglich. Die Mitgliedsstaaten haben dann drei bis fünf Jahre Zeit, die Vorgaben umzusetzen. Einzelne Staaten können darüber hinausgehen und zum Beispiel Ampelkennzeichnungen nach britischem Vorbild verwenden.


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