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Verbraucher-Tipps: So kaufen Sie clever ein und entdecken Etikettenschwindel

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Verbraucher-Tipps  

So meiden Sie Etikettenschwindel

23.08.2011, 11:24 Uhr | vdb

Verbraucher-Tipps: So kaufen Sie clever ein und entdecken Etikettenschwindel. Verbraucher-Tipps: So erkennen Sie Etikettenschwindel. (Foto: imago)

Verbraucher-Tipps: So erkennen Sie Etikettenschwindel. (Foto: imago)

Imitatschinken, Zusatzstoffe und Packungen mit viel Luft: Viele Hersteller tun immer mehr, um ihren Gewinn zu steigern. Das geht auf Kosten des Verbrauchers: Für kleinere Mengen muss er tiefer in die Tasche greifen. Zudem leidet die Qualität. So findet sich in Heringssalat längst nicht nur Fisch und auf die Tiefkühlpizza wird ein künstliches Öl-Gemisch an Stelle von Originalkäse gestreut. Mit unseren fünf Tipps erkennen Sie Etikettenschwindel.

Teure Mogelpackungen

Die Packungen vieler Produkte werden bei einem gleich bleibenden Preis kleiner. Oftmals kommen die Hüllen in einem neuen, auf den ersten Blick schickeren Design daher und entpuppen sich bei genauem Hinschauen als Mogelpackung. Seit die EU im April 2009 die Größe von Verpackungen freigegeben hat, können Lebensmittelhersteller ihre Produkte ohne Vorschrift in jeder beliebigen Größe abpacken. Der Preis aber bleibt gleich oder steigt. In den vergangenen Jahren kamen dabei versteckte Preiserhöhungen von mehr als 50 Prozent zustande, berichten die Verbraucherzentralen. Um Produkte miteinander vergleichen zu können, sollten Verbraucher deshalb auf den Grundpreis achten. Dieser ist im Supermarkt meist klein gedruckt unter dem Produktpreis. Das Problem: Er muss nur für Volumen- und Gewichtsangaben ausgegeben werden. Will man aber beispielsweise Toilettenpapier kaufen, bei dem der Inhalt mit einer Stückzahl angegeben werden müsste, sind Supermärkte nicht zur Auszeichnung dieses Grundpreises verpflichtet.

Hinter Hefeextrakt verbirgt sich Glutamat

Steht "ohne Konservierungsstoffe", "ohne Geschmacksverstärker oder "ohne Farbstoffe" auf der Verpackung, klingt das gut und verlockt viele Kunden zum Kauf. Doch hier ist Vorsicht geboten: Statt tatsächlich auf Zusatzstoffe zu verzichten, ersetzen sie viele Hersteller durch Alternativen wie Antioxidations- und Säuerungsmittel. Anstelle von herkömmlichen Geschmacksverstärkern fanden die Verbraucherzentralen laut Greenpeace in 92 Prozent der gekennzeichneten Produkte Hefeextrakt. Hinter dem natürlich klingenden Namen verbirgt sich meist ein industriell gefertigtes Produkt, das den bekannten Geschmacksverstärker Glutamat enthält. Er muss nicht extra ausgewiesen werden, weil er ein natürliche Bestandteil der Hefe ist. Kunden sollten bei solchen Schriftzügen vorsichtig sein und die Zutatenliste genau lesen.

Nur 20 Prozent Fisch im Heringssalat

Auch bei verarbeiteten Produkten wird geschummelt. So müssen im Heringssalat nur 20 Prozent Hering stecken. Auf der Pizza finden sich häufig aus Milch und pflanzlichen Ölen gemischter Analogkäse oder aus Muskelfleisch gepresster Imitatschinken. Garnelen bestehen häufig aus zusammengerührtem Fischeiweiß und Farbstoffen. Hier ist es besonders wichtig, die Zutatenliste genau durchzulesen. Nur so können Verbraucher sich davor schützen, statt gefälschten echten Käse und Schinken zu kaufen. Am besten ist es, weitgehend auf Fertigprodukte zu verzichten und aus frischen Zutaten selber zu kochen. Sinnvoll ist es zudem, tierische Produkte auf dem Markt zu kaufen. Dort kommen sie meist direkt vom Händler und wurden nicht in einer Fabrik verarbeitet.

Zusatzstoffe auch in Bio-Produkten

Aufmerksam sollten Sie zudem bei Biosiegeln sein. Zwar bringt das Bio-Siegel der EU-Öko-Verordnung zahlreiche qualitative und ökologische Vorteile. Fakt aber ist, dass auch hier 47 Zusatzstoffe erlaubt sind. Zum Vergleich: Bei konventionellen Produkten ist die Beimischung von 320 Zusatzstoffen legal. Bei den Bio-Produkten mit diesem Zeichen sind zudem Antibiotika und andere künstliche Stoffe im Tierfutter tabu. Außerdem müssen die Tiere artgerecht gehalten werden. Das heißt aber nicht, das Bioprodukte generell umweltfreundlich sind. Äpfel aus Neuseeland oder Paprika aus Israel müssen von weit her nach Deutschland transportiert werden. Umweltfreundlicher ist es deshalb saisonales Obst und Gemüse aus der eigenen Region zu kaufen.

Internetpranger für Verbraucher

Auf dem Internetportal lebensmittelklarheit.de können Verbraucher seit Juli 2011 melden, wenn sie sich durch die Aufmachung eines Produkts getäuscht fühlen. Die Redaktion des Portals gibt dem betroffenen Hersteller dann Gelegenheit zur Stellungnahme. Organisiert wird die neue Internetseite von den Verbraucherzentralen.

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