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Zuckerkonsum so gefährlich wie Alkohol

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Zuckerkonsum so gefährlich wie zu viel Alkohol

03.02.2012, 16:08 Uhr | mm

Zuckerkonsum so gefährlich wie Alkohol. In 50 Jahren hat sich der Konsum von Zucker weltweit verdreifacht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In 50 Jahren hat sich der Konsum von Zucker weltweit verdreifacht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zucker ist alles andere als ein harmloser Genuss, so die Meinung von amerikanischen Forschern. Sie stufen Fruchtzucker als ebenso gefährlich ein wie Alkohol und Zigaretten. Der Verzehr von zu großen Mengen sei verantwortlich für die drastische Zunahme von Fettleibigkeit und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes.

"Giftiger Zucker"

In ihrem Aufsatz "Die giftige Wahrheit über Zucker" warnen US-amerikanische Wissenschaftler im Fachjournal "Nature" vor dem Gefahrenpotential von Zucker. Innerhalb der letzten 50 Jahre habe sich der Konsum von Zucker weltweit verdreifacht, so Robert Lustig und sein Team von der University of California. Dies liege unter anderem daran, dass die Industrie immer mehr Fruktose in Lebensmitteln verwendet. Neben Softdrinks befinde sich der Fruchtzucker vor allem in Fertiglebensmitteln, die nicht zwangsläufig als süß wahrgenommen werden. Das erschwert es vielen Verbrauchern, den Konsum richtig einzuschätzen und zu regulieren.

Zuckerkonsum als Gesundheitsrisiko

Fruktose könne, laut den Forschern, ähnliche Krankheiten verursachen wie Alkohol, darunter Leber- oder Herz- und Kreislaufschäden. Da der Fruchtzucker direkt in die Leber geht, wird diese bei übermäßigem Konsum überladen und vergiftet. Dies kann der Anfang von verschiedensten Stoffwechsel-Störungen sein, die auch zu Fettsucht und Diabetes führen können.

Kontrollierter Einsatz von Fruchtzucker

Die Forscher appellieren an ein Umdenken in der Gesellschaft. Als Spezialist für die Gesundheit von übergewichtigen Kindern fordert Professor Lustig klare Einschränkungen für Zuckerzusatz. Gerade Kindern sollte der Zugriff auf entsprechende Lebensmittel erschwert werden. Es müssten daher die gleichen Gesetze und ein Steuersystem gelten wie für Alkohol- und Tabakkonsum.

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