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Eichämter: Wurst, Obst oder Feinkostsalate werden häufig falsch gewogen

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Verbraucher  

"Brutto für netto": Verbotene Schummelei in Lebensmittelläden

31.07.2012, 13:20 Uhr | afp, AFP

Eichämter: Wurst, Obst oder Feinkostsalate werden häufig falsch gewogen. An Wursttheken wird oft falsch gewogen. (Quelle: imago)

An Wursttheken wird oft falsch gewogen. (Quelle: imago)

Wurst, Obst oder Feinkostsalate werden häufig falsch gewogen – vor allem in kleinen Läden. Die Kunden werden zwar meist nur um Cents betrogen, doch für die Händler springen dabei hunderte von Euro heraus. Davor warnen die Eichämter von Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Verpackung wird oft mit bezahlt

Vor allem in kleinen Lebensmittelläden werden Wurst, Obst oder Feinkostsalate häufig falsch gewogen und die Kunden damit betrogen. Das zeigen Testkäufe der Eichämter von Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete. Für den Kunden, der beim Abwiegen der Produkte an der Theke oder auf dem Markt die Verpackung mitunter mit bezahle, seien dies zwar nur Centbeträge. Die Händler nähmen durch diese Methode, bekannt als "brutto für netto", allerdings bis zu 500 Euro im Jahr zusätzlich ein.

Verbraucher beschweren sich am meisten in kleinen Betrieben

In Hessen und Baden-Württemberg schnitten die Lebensmittelhändler demnach am schlechtesten ab. In jedem dritten Unternehmen wurde nicht richtig gewogen. "In schöner Selbstverständlichkeit wird das Papier, das Schächtelchen oder das Schälchen befüllt und dann erst gewogen", sagte Klaus Pankow von der Hessischen Eichdirektion der Zeitung. Auffällig sei, dass die Quote der Beanstandungen in kleinen Betrieben, in Metzgereien oder Feinkostläden, am höchsten sei. Gerade dort sei aber auch der Gewinn am höchsten, etwa bei Käse mit einem ohnehin hohen Gewichtspreis.

Falsches Abwiegen ist Betrug

Den Behörden zufolge handelt es sich um unlauteren Handel und Betrug am Kunden. Laut Handelsgesetzbuch und Eichordnung ist der Verkauf von "brutto für netto" bundesweit verboten. Falsches Abwiegen kann mit einem Bußgeld von mehreren hundert Euro belegt werden.

In Rheinland-Pfalz sind die Kontrollen am besten

Bei dem Test schnitten die Händler in Rheinland-Pfalz am besten ab. Nur sechs Prozent der Betriebe wogen demnach falsch ab. Grund ist laut Bericht, dass in dem Bundesland Betriebe ständig kontrolliert werden und nicht nur sporadisch. Vor 14 Jahren wogen demnach in Rheinland-Pfalz noch 90 Prozent der Verkäufer falsch.

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