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Hygiene-Mythen: Wie viel Sauberkeit muss sein?

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Können Geldscheine krank machen? Zehn Hygiene-Mythen im Check

21.08.2012, 15:45 Uhr | nho

Hygiene-Mythen: Wie viel Sauberkeit muss sein?. Hygiene-Mythen: Geld ist doch nicht so schmutzig wie viele glauben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hygiene-Mythen: Geld ist doch nicht so schmutzig wie viele glauben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ob im Haushalt, im Supermarkt oder am Arbeitsplatz: Im täglichen Leben lauern Millionen von Viren und Bakterien. Doch stimmt es wirklich, dass Geldscheine Krankheiten übertragen können und das Händewaschen vor Infektionen schützt? Wir klären auf über zehn häufige Hygiene-Mythen.

Münzen und Geldscheine übertragen keine Krankheiten

Jeder Euro wird in Deutschland schätzungsweise vierzig Mal im Jahr weitergegeben. Das heißt, er wandert durch viele Hände, die vorher mit den unterschiedlichsten Dingen in Berührung gekommen sind. Da liegt die Vermutung nahe, dass Geldscheine und Münzen auch Krankheiten übertragen sind. Tatsächlich ist das aber nicht der Fall. Frank Vriesekoop und sein Team von der australischen University of Ballarat gibt Entwarnung: Entgegen aller Behauptungen ist Geld keine Krankheitsquelle. Zwar kommen Geldscheine und Münzen mit vielen Bakterien in Berührung, aber die Mikroben überleben dort nicht lange. Bei Untersuchungen fanden die australischen Forscher Bakterien in so kleinen Mengen, das eine Ansteckung eher unwahrscheinlich ist. Auf Münzen geht es Bakterien noch schlechter. In den Euro-Münzen steckt nämlich Kupfer und das tötet die Bakterien ab.

Die größte Gefahr droht in der Küche

Viel eher werden Krankheitserreger in die Küche eingeschleppt, zum Beispiel durch tiefgefrorenes Geflügel. Wer hier nicht aufpasst und die benutzten Küchengeräte gründlich säubert, infiziert sich möglicherweise mit Salmonellen. Doch in der Küche finden sich weitere Keimquellen. So sind alte Brettchen, die bereits eine Vielzahl an Schnittfurchen aufweisen, ein Paradies für Bakterien, da diese sich gerne in den Furchen einnisten und dort nur schwer wieder entfernt werden können. Und auch die meisten Geschirrtücher und Schwämme sind der perfekte Nährboden für Bakterien, die sich damit auch hervorragend in der Küche verteilen lassen. Und wer glaubt, dass die Toilette die größte Bakterienquelle im Haushalt ist, liegt damit vollkommen falsch. Denn während die meisten Leute ihre Toilette im Schnitt einmal wöchentlich reinigen, lässt die Reinigung des heimischen Kühlschranks zu wünschen übrig. Wo Lebensmittel aufbewahrt werden, findet man deshalb häufig viele Bakterien.

Antibakterieller Reiniger ist überflüssig

Ob im Bad, in der Küche oder beim Waschen: Aus Angst vor gefährlichen Keimen greifen viele Menschen am liebsten zu Desinfektionsmitteln. Doch die meisten Mikroorganismen sind harmlos und machen uns noch lange nicht krank. Deshalb ist antibakterieller Reiniger auch überflüssig. Diese richten mehr Schaden an als dass sie nutzen. Der Reiniger gelangt in die Umwelt und zerstört dort das bakterielle Gleichgewicht. Eine mögliche Folge ist die Bildung von resistenten Bakterien. Einfache Reinigungsmittel, wie Essigreiniger, reichen vollkommen aus um für Hygiene im Haushalt zu sorgen.

Händewaschen schützt vor Infektionen

Wenn wir etwas anfassen, werden Bakterien und Viren auf unsere Hände übertragen. Darunter auch Krankheitserreger. Händewaschen kann vor Ansteckung schützen. 80 Prozent der Bakterien werden dabei abgespült. Und so geht's: Waschen Sie Ihre Hände unbedingt mehrmals täglich - vor dem Zubereiten von Speisen, vor dem Essen und nach dem Toilettengang. Halten Sie dazu die Hände unter fließendes Wasser, verreiben Sie etwa 20 bis 30 Sekunden lang die Seife zwischen den Fingern, spülen Sie Ihre Hände sorgfältig ab und trocknen Sie gründlich ab. Achten Sie beim Waschen auch darauf, dass die gesamte Hand eingeseift ist und der Seifenschaum in die Zwischenräume der Finger sowie unter die Fingernägel kommt.

Mit der Körperpflege nicht übertreiben

Wie beim Putzen sollte man es auch bei der Körperpflege nicht übertreiben. Während regelmäßiges Händewaschen Pflicht ist, schadet zu häufiges Duschen und Baden der Haut. Es lässt sie aufquellen, zerstört den natürlichen Säureschutzmantel und trocknet sie aus. Menschen mit empfindlicher Haut können durch übertriebene Körperhygiene sogar Ekzeme bekommen. Kurz duschen ist für die Haut generell besser als baden. Auch hier gilt: nicht zu heiß und nicht zu lange. Schon nach vier Minuten unter einem heißen Wasserstrahl wird der Schutzfilm der Haut beschädigt. Seife und herkömmliches Duschgel laugt sie zusätzlich aus. Hautschonender sind Waschlotionen mit neutralem pH-Wert oder rückfettende Duschöle. Hautärzte vertreten die Ansicht, dass man nicht öfter als zwei- bis dreimal pro Woche duschen sollte - zumindest Menschen, die keine körperlich anstrengende, schweißtreibende Arbeit ausüben. Zur täglichen Körperhygiene reicht es demnach aus, sich gründlich die Achselhöhlen und Füße zu waschen, denn dort sitzen besonders viele Schweißdrüsen.

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