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Fertigsalate im Test  

Keime im Salat von Alnatura und Netto gefunden

08.10.2012, 09:41 Uhr | nho

Keime im Salat von Alnatura und Netto gefunden. ZDF-WISO: Bakterien in Beutelsalaten von Netto und Alnatura. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

ZDF-WISO: Bakterien in Beutelsalaten von Netto und Alnatura. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Salat direkt aus der Tüte erspart viel Arbeit. Aber ist dem Blattgemüse, das schon gewaschen und geschnitten wurde, zu trauen? Das ZDF-Verbrauchermagazin WISO ließ geschnittene und gewaschene Beutelsalate im Lebensmittellabor testen. In zwei Fertigsalaten wurden bei einer Stichprobe Pilze, in einem sogar Listerien gefunden. Zum Zeitpunkt der Probenentnahme waren die Salate bereits ungenießbar.

Alnatura und Netto fallen durch

Das Ergebnis der mikrobiologischen Analyse zeigte: Im Salat von Alnatura lag die Gesamtkeimzahl über dem Richtwert der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie. Speziell die Zahl der gefundenen Hefe- und Schimmelkeime überschritt die empfohlenen Werte, ebenso die Zahl der Hefekeime bei Netto. Außerdem fand das Labor in der Probe von Alnatura Listerien. Diese Bakterien siedeln üblicherweise auch auf Salaten, müssen aber nach der Ernte gründlich beseitigt werden. "Letztendlich sind sie ein Hygieneindikator, und durch eine gute Waschung kann man auch diese Keimzahl reduzieren", erklärt Horst Pieldner. Eine für den Menschen gefährliche Listerienart wiesen die Lebensmittelchemiker aber nicht nach. Die Salate von Rewe, Edeka und Aldi Süd mussten nicht beanstandet werden.

Matschige Blätter und braune Verfärbungen

"Bei der Sensorik fiel vor allem bei Alnatura auf, dass der Salat zum Zeitpunkt seines Mindesthaltbarkeitsdatums schon sehr matschig war, auffällige braune Stellen hatte und auch schon ein leichter Flüssigkeitsabsatz in der Packung enthalten war", so Lebensmittelchemiker Horst Pieldner in einer ZDF-Pressemittteilung. Der Salat von Netto sei durch besonders viele rote Stellen und Verfärbungen an den Schnittstellen aufgefallen.

Großes Bedauern bei den Anbietern

Alnatura äußerte sich bedauernd. Die Kühltemperaturen würden sorgfältig eingehalten. Allerdings, räumt Alnatura ein, herrschten in der ersten Septemberhälfte zeitweise relativ hohe Umgebungstemperaturen. Als Reaktion auf den WISO-Test kündigt Alnatura an, die Mindesthaltbarkeitsdaten bei vorgeschnittenen Salaten zu reduzieren. Zusätzlich will man auf den Packungen einen zusätzlichen Hinweis anbringen, die Blätter vor dem Verzehr nochmals zu waschen.

Auch Netto bedauert die Beanstandungen. Man lege hohen Wert auf Produktqualität und Lebensmittelsicherheit. Man habe es mit einem Einzelfall zu tun. Das Problem sei beseitigt.

Die Stichproben kaufte WISO unter Aufsicht eines Lebensmittelchemikers in fünf verschiedenen Supermärkten in Stuttgart: Blattsalatmischungen der Eigenmarken von Rewe, Edeka, Aldi Süd und Netto sowie bei Alnatura eine Salatmischung der italienischen Marke Barduca.

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