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Keime: Bei Proben wurden antibiotikaresistente Keime auf Schweinemett nachgewiesen

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Keime  

Schweinemett mit antibiotikaresistenten Keimen belastet

10.01.2013, 15:23 Uhr | dpa, afp

Keime: Bei Proben wurden antibiotikaresistente Keime auf Schweinemett nachgewiesen . In 50 Proben mit Schweinemett wurden antibiotikaresistente Keime nachgewiesen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In Proben mit Schweinemett wurden antibiotikaresistente Keime nachgewiesen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Verzehr von Schweinemett ist möglicherweise mit größeren Gesundheitsrisiken verbunden als bisher bekannt. Nach einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" hat eine Untersuchung ergeben, dass rund 16 Prozent der Proben mit antibiotikaresistenten Keimen belastet sind. Weil Mett roh verzehrt wird, bedeutet dies ein potenzielles Risiko für Menschen.

Antibiotika wirken nicht mehr

Es besteht die Gefahr, dass bei Menschen im Fall einer Erkrankung Antibiotika nicht mehr wirken. Dem Bericht zufolge hatte ein Labor die Analyse im Dezember im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion vorgenommen. Getestet wurden 50 Proben in zehn Städten. Dazu wurden in zehn großen Städten an jeweils fünf Orten Schweinemett eingekauft - in Discountern, Supermärkten und Bäckereien.

Die Produkte, etwa Zwiebelmettwurst, Mettbrötchen oder frisches Mett, ließen sie im Labor untersuchen. Das Ergebnis: 16 Prozent der Proben waren mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Insgesamt waren acht Proben Mett belastet gewesen. Auch in Leipzig, München und Essen sei Mett mit Keimen gefunden worden. 

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Experten sprechen von drastischer Entwicklung

Der agrarpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff, hält die Entwicklung für dramatisch: "Antibiotikaresistente Keime auf roh verzehrtem Fleisch sind eine tickende Bombe", sagte er der Zeitung. Gefährliche Bakterien wie Salmonellen würden dadurch resistent gegen heute schon seltene Antibiotika.

Politiker kritisieren Mastställe

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Bärbel Höhn, und der agrarpolitische Sprecher Friedrich Ostendorff kritisierten, Mastställe seien "quasi ein riesiges Trainingsgebiet für Keime, um resistent gegen Antiobiotika zu werden". Sie forderten, den Einsatz von Antibiotika in der Tiermast "deutlich" zu reduzieren. Dies sei nur möglich, wenn die Größen der Herden verkleinert würden und die Tiere mehr Platz bekämen.

30.000 Tote durch resistente Bakterien?

Europaweit sterben laut Heinrich-Böll-Stiftung und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) jährlich rund 25.000 Menschen auf Grund von Antibiotika-Resistenzen. In Deutschland sind es nach Angaben der Grünen-Bundestagsfraktion jährlich rund 30.000 Menschen, die sterben, weil sie nicht mehr vollständig auf die Behandlung mit Antibiotika ansprechen. Laut BUND beruhen beide Zahlen auf anderen Methoden der Datenerhebung; es sei sehr schwierig festzulegen, ob ein Mensch an einer Krankheit oder einer Antibiotikaresistenz gestorben ist. 

So können Sie sich schützen

Sorgfältige Küchenhygiene kann vor der Ansteckung mit antibiotikaresistenten Keimen schützen. Das BfR empfiehlt, insbesondere Fleisch und Eier vor dem Verzehr durchzugaren, um eine weitere Verbreitung der gegen Antibiotika unempfindlichen Bakterien zu verhindern - eine Empfehlung, die den Grünen zufolge bei rohem Schweinemett allerdings nicht weiterführt. Verzehrfertige Speisen, die nicht mehr erhitzt werden sollen, dürfen nicht in direkten oder indirekten Kontakt mit rohem Fleisch oder rohen Eiern kommen. Rohkost wie Salate, Sprossen, Gemüse und Obst sollte vor dem Essen immer gut mit Trinkwasser gereinigt oder geschält werden. Nach jedem Kontakt mit Tieren - auch Haustieren - ist gründliches Händewaschen mit warmen Wasser und Seife Pflicht.

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