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Bettwanzen-Hölle: "Es war nicht auszuhalten"

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Bettwanzen-Hölle  

"Es war nicht auszuhalten"

12.03.2013, 11:55 Uhr | hut

Bettwanzen-Hölle: "Es war nicht auszuhalten". Winzige Plagegeister: Bettwanzen wird man nur schwer wieder los. (Quelle: imago/Blickwinkel)

Winzige Plagegeister: Bettwanzen wird man nur schwer wieder los. (Quelle: imago/Blickwinkel)

Wochenlang wird Katharina P.* von juckenden Stichen gequält. Ihr ganzer Körper ist übersät davon. Nachts kann sie nicht mehr schlafen. Eine Moskitoplage im März scheint ihr ungewöhnlich, trotzdem macht sich die junge Frau aus Hessen zunächst keine Gedanken. Erst als die Blutflecken auf dem Laken zunehmen und sie kleine schwarze Pünktchen entdeckt, schreckt sie auf. Langsam dämmert es ihr: Sie hat sich Bettwanzen ins Haus geholt - und die wird sie so einfach nicht mehr los.

Bettwanzen auf dem Vormarsch

Weltweit nimmt der Bettwanzen-Befall zu. Auch Deutschland ist nicht ausgenommen, vermeldet die Apotheken Umschau. Dabei trifft es Jugendherbergen genauso wie 5-Sterne-Hotels. Das weltweite Reisen und der Gebrauchtwagen-Handel haben wahrscheinlich die Ausbreitung der Bettwanzen begünstigt. Auch Katharina P. hat die Wanzen aus dem Ausland eingeschleppt. "Im Hotelzimmer in New York sind mir die Wanzen gar nicht aufgefallen", sagt sie. "Erst als ich wieder zu Hause war, haben die Stiche zugenommen". Trotzdem habe sie zuerst gar nicht an Wanzen gedacht. "Freunde haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass es Bettwanzen sein könnten. Ich dachte, es wären Moskitos".

Wanzenstraße charakteristisch für Bettwanzen-Befall

Die reihenartige Anordnung der Stiche macht Katharina P. schließlich stutzig. Sie ist charakteristisch für den Bettwanzenbiss, denn die kleinen Blutsauger finden auf ihrer Suche nach Blut nur selten beim ersten Biss ein Blutgefäß. Deshalb beißen sie immer wieder zu. Das Ergebnis ist die sogenannte "Wanzenstraße". Vor allem haarfreie Körperstellen wie Gesicht, Hals, Füße und Schultern, aber auch Arme und Beine sind von den Bissen betroffen. Der Biss selbst ist schmerzfrei, doch das Sekret, das die Wanzen bei ihrem Biss abgeben, löst Juckreiz aus und kann auch Schlafstörungen und allergische Reaktionen hervorrufen.

Schwarze Punkte sind untrügliches Zeichen

Auf der Suche nach den Wanzen findet Katharina P. kleine schwarze Punkte auf dem Bettrahmen und unter der Matratze. Wie sie später vom Fachmann erfährt, sind das die Kotspuren der Wanzen. Neben der Wanzenstraße und den Blutflecken auf Laken und Bettbezug sind sie die untrüglichen Zeichen eines Bettwanzen-Befalls.

"Sie waren einfach überall"

Die Bettwanzen breiteten sich rasch in Katharina P.s Schlafzimmer aus. Plötzlich sind sie überall. "Im Zimmer, hinter Bildern, in Büchern, unter der Matratze, hinter der Bodenleiste. Es war nicht auszuhalten, sie waren einfach überall", berichtet die junge Frau. "Sie sind sogar durch ein Kabelloch in das nächste Zimmer gewandert". Dort ist glücklicherweise aber keine Plage entstanden. Katharina P. hat rechtzeitig die einzig richtige Maßnahme eingeschaltet: Sie hat den Kammerjäger gerufen.

Bettwanzen sind ein Fall für den Profi

Bettwanzen wird man kaum selbst wieder los. Gegen herkömmliche Pestizide sind die meisten immun, der Kammerjäger setzt daher meist auf ein Kombi-Verfahren aus Hitze und Insektiziden. Bei der thermischen Behandlung wird der Raum über einen längeren Zeitraum mit einem speziellen Ofen auf 60 Grad Celsius erhitzt. So können die aus Eiweiß bestehenden Wanzen und ihre Eier effektiv abgetötet werden. Fünf Wochen dauert die Prozedur aus Hitze und intensiver Pestizid-Sprühung in Katharina P.s Schlafzimmer. Zweimal musste der Kammerjäger anrücken. Das kostete die junge Frau rund 600 Euro.

Kein ruhiger Schlaf mehr

Die Prozedur blieb nicht ohne Folgen: "Seit ich wusste, was ich mir da eingefangen hatte, war an ruhigen Schlaf nicht mehr zu denken. Auch nachdem der Kammerjäger bei mir war - die Pestizide haben recht intensiv gerochen", sagt Katharina P. Für sie waren die fünf Wochen mit der Bettwanzenplage die Hölle. "Zum Glück konnte ich bei meinem Freund übernachten. In meinem Bett habe ich keine Nacht mehr schlafen können!"

*Anmerkung der Redaktion: Der Name wurde auf Wunsch geändert.

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